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reisbrandmeister rief Großeinsatzlage aus

In den ersten 24 Stunden vom frühen Mittwochnachmittag an gingen mehr als 12.000 Notrufe aus dem gesamten Kreisgebiet in der Leitstelle ein. Um 19:45 Uhr rief Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg die Großeinsatzlage aus. Krisenstab und Einsatzleitung wurden aktiviert und Vollalarm für das Kreisgebiet ausgelöst.

In den nächsten Stunden und Tagen waren in Spitzenzeiten bis zu 2.000 Rettungskräfte im Einsatz: Feuerwehren, Technisches Hilfswerk (THW), DLRG, Bundespolizei, Landespolizei, Hilfsorganisationen und Kräfte der Bundeswehr retteten Menschen und versorgten die Opfer dieser Naturkatastrophe.

„Diesen Frauen und Männern gilt mein größter Dank und meine höchste Anerkennung“, sagt Landrat Schuster in Richtung der Rettungskräfte. „Unter Einsatz ihres eigenen Lebens haben sie bis zur Erschöpfung andere Menschen gerettet und noch Schlimmeres verhindert.“

Zur Entscheidung des Bundeskabinetts, zunächst 200 Millionen Euro Bundesgelder an Nothilfen für Flutopfer bereitzustellen, erklärt Dr. Tobias Lindner, rheinland-pfälzischer Spitzenkandidat zur Bundestagswahl und Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestages:

„Der heutige Beschluss des Bundeskabinetts ist ein erster notwendiger Schritt, um den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen kurzfristig zu helfen. Ich gehe davon aus, dass der Haushaltsausschuss zügig die entsprechenden Voraussetzungen für die Freigabe der Gelder schaffen wird. Hinzu kommen weitere Mittel der Länder. Ich erwarte, dass die Bundesregierung sich nun schnell um weitere Gelder aus dem EU-Solidaritätsfonds bemüht und die entsprechenden Anträge hierfür kurzfristig stellt. Es ist richtig, dass die Vor-Ort Unterstützung des THW, der Bundespolizei und Bundeswehr nicht durch Länder und Kommunen erstattet werden müssen.

Entscheidend wird sein, dass die Betroffenen vor Ort schnell an die versprochenen Nothilfen kommen und das Verfahren so unbürokratisch wie möglich gestaltet wird. Viele Menschen haben ihr gesamtes Hab und Gut und ihr Lebenswerk verloren und stehen vor dem Nichts. Umso wichtiger ist nun, dass auch der Bund mit allen Mitteln hilft und sich an die Seite der Opfer stellt.

Passgenaue Hilfe beim Wiederaufbau für die Ortsgemeinden in den Hochwassergebieten westlich des Rheins. Mit dieser Idee hat Ortsbürgermeister Daniel Best aus Eitelborn die Initiative „Kommunen helfen Kommunen“ ins Leben gerufen und dazu eine digitale Koordinierungsstelle eingerichtet. Ortsgemeinden östlich des Rheins sind aufgerufen, ihre Gemeindearbeiter und Bauhof-Teams für ein paar Tage unentgeltlich in eine von der Flutkatastrophe betroffenen Gemeinden zu entsenden. Dort sollen sie beim Wiederaufbau zerstörter kommunaler Infrastruktur helfen, also in Kitas, Schulen, Rathäusern, auf Friedhöfen, Spielplätzen, Sportanlagen oder auf den Straßen und Plätzen. „Die Mitarbeiter der Bauhöfe wissen genau, was in einer Ortsgemeinde so alles zu tun ist. Und sie können die passenden Arbeitsgeräte gleich mitbringen“, so Daniel Best. Der Bauhof von Eitelborn geht mit gutem Beispiel voran, denn drei Mitarbeiter haben sich freiwillig für einen Einsatz im Hochwassergebiet gemeldet. Der Ortsgemeinderat unterstützt diese Aktion; die Ratsmitglieder wollen einen Teil der Sitzungsgelder dafür spenden. Um die Einsätze zu organisieren hat Ortsbürgermeister Best gemeinsam mit Marco Stein aus Eitelborn eine digitale Koordinierungsstelle aufgebaut. Dort können die Ortsgemeinden einerseits ihre Angebote melden oder andererseits die entsprechende Hilfe abrufen. „In dieser Situation ist Solidarität gefragt. Im Westerwald hatten wir Glück und blieben von den Fluten verschont. Da können wir dankbar sein und anderen unsere Hilfe anbieten – passgenau von Kommune zu Kommune“. Die Verbandsgemeinde Montabaur, zu der die Ortsgemeinde Eitelborn gehört, unterstützt die Initiative. „Wir freuen uns, wenn die Idee auch außerhalb unserer Region Gefallen findet: Mitmachen und Nachmachen ist beides erwünscht!“, so Best. (Quelle Stadt Montabaur)

Nach den schweren Unwettern in NRW und Rheinland-Pfalz zeichnen sich immer deutlicher die gravierenden Schäden an der Infrastruktur der Deutschen Bahn (DB) ab. Auch wenn noch nicht alle Erkundungsarbeiten abgeschlossen sind, ist klar: Allein sieben Regionalverkehrsstrecken sind so stark von den Wassermassen zerstört, dass die DB sie neu bauen oder umfangreich sanieren muss. Die Reparatur- und Wiederaufbaumaßnahmen werden Wochen und Monate dauern. Insgesamt sind Gleise auf einer Länge von rund 600 Kilometern von den Unwetterfolgen betroffen. Nach wie vor räumen rund 2.000 DB-Mitarbeitende dort, wo das Wasser abgeflossen ist, Gleise, Bahnhöfe und Anlagen von Geröll und Schlamm frei.

Koblenz/Ahrweiler (ots)

In den sozialen Medien häufen sich die Meldungen über sogenannte "Plünderungen" in der Krisenregion im Landkreis Ahrweiler. Die Polizei kann diese Informationen nicht bestätigen. Jedem Hinweis und jeder Meldung in dieser Sache sind die nach wie vor mit starker Präsenz im Einsatzraum befindlichen Kräfte nachgegangen.

Es kam demnach in den letzten Tagen lediglich vereinzelt zu strafbaren Handlungen im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten. Die eingehenden Meldungen über verdächtige Personen an den beschädigten Gebäuden des Krisengebiets konnten oftmals vor Ort nicht bestätigt werden, da sich diese berechtigt dort aufhielten. Die Polizei setzt alles daran, dass die Hilflosigkeit der Betroffenen vor Ort, die oft alles verloren haben, nicht von Kriminellen ausgenutzt wird. Wir sind weiter mit starker Präsenz im Krisengebiet. Eine Reduzierung der Kräfte erfolgt ausdrücklich nicht.

Insgesamt ziehen die Einsatzkräfte ein sehr positives Fazit über das vorbildliche Verhalten der Bürger. (Quelle Polizei Koblenz)

Westerburg (ots)

Am Montag, dem 19.07.2021, gegen 20:00 Uhr, erschien ein 28jähriger Mann mit seinem E-Scooter bei der PI Westerburg und teilte mit, dass er soeben von einem PKW angefahren und hierdurch verletzt worden sei. Der PKW soll anschließend geflüchtet sein. Zur Unfallörtlichkeit machte er unterschiedliche Angaben. Da die Angaben insgesamt sehr unschlüssig waren, werden Zeugen gebeten sich bei der Polizei Westerburg (02663 98050) zu melden, welche in Westerburg, kurz vor 20:00 Uhr, einen Unfall mit einem E-Scooter beobachtet haben. (Quelle Polizei Westerburg)