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Not der Geflüchteten ließ die Jugendlichen nicht los
Bad Marienberg (shg) „Es schmerzt einfach, mit anzusehen, dass Kinder auf der Straße leben müssen. Da war es wie ein Reflex, helfen zu wollen“, beschreibt der 13jährige Giuseppe Guzzo seine Motivation eine Sammelaktion für die Geflüchteten auf Lesbos zu starten. „Das überfüllte Flüchtlingslager in Moria war ja immer wieder Thema in den Nachrichten. Es mangelte an Schlafplätzen, Decken, Kleidung und sanitären Anlagen. Als das Lager dann auch noch abbrannte, wurden die Menschen darüber hinaus obdachlos.“ Giuseppe ist Mitglied in der Schülervertretung des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg und fand dort Unterstützung. Die Schülervertretung (SV) bildete mit Hilfe der SV-Lehrer und der Schulseelsorge ein 10-köpfiges Aktionsteam. „20.000 Obdachlose- wir wollen helfen“ wurde zum Motto einer Spendenwoche, die mit einer Andacht über die Lautsprecheranlage der Schule von Pfarrer Peter Wagner eingeläutet wurde. Zusätzlich zeigte die SV ein Video, das sie extra als Informationsquelle gedreht hatte, zusätzlich zu Informationsplakaten, die für alle im Foyer ausgestellt wurden.
In der Corona-Krise erleben wir derzeit nahezu täglich, dass viele bedürftige Menschen aber auch Organisationen unverschuldet in existenzielle Notlagen geraten. So auch das Kinderhaus Pumuckl in Hattert.
Was 1983 zunächst mit einer kleinen Familie begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre durch die Aufnahme mehrerer Pflegekinder zu einer großen familiären Lebensgemeinschaft. 1994 wurde hieraus das Kinderhaus Pumuckl. Heute finden hier Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund ihrer Behinderungen einen erhöhten Bedarf an Pflege und Förderung haben, ein liebevolles Zuhause. Die meisten leben bereits seit frühester Kindheit hier. Einige im Kinderhaus herangewachsene Bewohner konnten das Haus bereits verlassen, um heute ein Leben in Eigenständigkeit zu führen. Doch für einen Teil soll die Einrichtung auf Dauer ein Lebensplatz sein. Ein Team von fachlich qualifizierten Mitarbeitern kümmert sich um die Betreuung der Bewohner.
Die Corona-Pandemie stellt das Kinderhaus derzeit vor nahezu unlösbare Probleme. Durch den Wegfall der Tagesstrukturen und außerhäuslichen Betreuungsmöglichkeiten entstehen aktuell zusätzliche Betreuungskosten, die das Kinderheim nicht mehr stemmen kann.