Radio Westerwald : ON AIR >> Flashplayer in eigenem Fenster öffnen << |
Limburg-Weilburg. Das Land Hessen stellt auch in diesem Jahr wieder zusätzliche Mittel für die Förderung eines behindertengerechten Umbaus von selbst genutztem Wohneigentum zur Verfügung. Dieses Kontingent soll für die Verbesserung des Wohnraumumfeldes von Seniorinnen und Senioren sowie für Menschen mit Handicap verwendet werden.
Unter dieses Zuschuss-Programm fallen der behindertengerechte Um- und Ausbau von Bädern und Küchen, der Einbau eines Treppenliftes, rollstuhlgerechte Zugänge und Zufahrten sowie sonstige förderungsfähige Einzelmaßnahmen. Voraussetzung ist die Einstufung in einen Pflegegrad oder ein Grad der Behinderung von mindestens 50. Es werden nur Baumaßnahmen gefördert, mit deren Bau vor Bewilligung der Fördermittel durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WI-Bank) noch nicht begonnen wurde. Maßnahmen unter 1.000,- € und Eigenleistung sind nicht förderfähig.
Diakonie: Sabine Bätzling-Lichtenthäler und Hendrik Hering besuchen psychisch kranke Menschen
Westerwaldkreis. Für die Klienten der Diakonischen Tagesstätte Westerburg waren die vergangenen Monate eine ausgesprochene Herausforderung. Die Menschen, die unter verschiedenen psychischen Erkrankungen leiden, brauchen einen strukturierten Alltag. Ein Umzug ist für viele deshalb eine Mammutaufgabe, die sie seit Beginn der Coronakrise gleich zwei Mal bewältigen mussten. Das vertraute Haus in Westerburg ist wegen der Hygienebestimmungen viel zu klein für die 21-köpfige Gruppe, und die Zwischenstation – die Evangelische Freizeitstätte Dreifelden – mussten sie nach rund zwei Monaten ebenfalls verlassen. Nun sind sie im Schullandheim Norken. Dort statteten ihnen der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering und die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler einen Begrüßungsbesuch ab und erlebten ausgesprochen entspannte Gastgeber. Denn jetzt können die Klienten der Tagesstätte erst einmal durchatmen: In Norken bleiben sie wohl so lange, bis sich die Coronakrise deutlich entspannt.
Innerhalb eines Wochenendes stemmte das Team der Tagesstätte den Umzug von Dreifelden nach Norken und richtete das Schullandheim so ein, dass sich die Menschen auch hier sicher und zuhause fühlen können. Ein großer logistischer Aufwand, der auch mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, sagt der Leiter des Diakonischen Werks, Wilfried Kehr: „Obwohl wir die Tagesstätte in Westerburg derzeit nicht beziehen können, zahlen wir deren Miete ja weiter – zusätzlich zu den Aufwendungen für das Schullandheim. Allerdings sind das Coronabedingte Mehrkosten, bei denen uns das rheinland-pfälzische Sozialministerium unterstützt.“ Foto: Die Klienten der Tagesstätte freuen sich mit dem Diakonie-Team sowie mit Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Hendrik Hering (vorne, auf der Bank) über ihre neue Bleibe im Schullandheim Norken.