Wer an der Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen über die A48 fährt, ahnt meist nicht, was unter den eigenen Reifen liegt: ein Bauwerk aus einer anderen Zeit. Seit 1959 überspannt die L307 hier die Autobahn. Mehr als sechs Jahrzehnte lang hat die Plattenbalkenbrücke Wind, Wetter und täglich zehntausende Fahrzeuge getragen. Schon lange ist klar: Die Brücke hat ihren Dienst getan.
Zur Bedeutung des Neubaus für die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen auch der VG-Bürgermeister, Marco Weißer.
Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes ersetzt das Bauwerk vollständig. Kein Flickwerk mehr, kein weiteres Hinauszögern – sondern ein kompletter Neubau. Kostenpunkt: rund zehn Millionen Euro. Fertig sein soll alles Mitte 2027.
Der Grund für den Ersatz ist nüchtern, aber eindeutig. Nach jahrzehntelanger Belastung weist die alte Brücke bauliche Defizite auf, die wirtschaftlich und technisch nicht mehr sinnvoll zu beheben sind. Stattdessen entsteht an gleicher Stelle eine moderne, integrale Stahlverbundbrücke. Sie kommt ohne klassische Brückenlager und Fahrbahnübergänge aus – Bauteile, die sonst besonders wartungsanfällig sind. Weniger Technik, weniger Reparaturen, längere Lebensdauer.
Zur Geschichte des alten Bauwerks, zum Ärger über alte und heute verkehrsunsichere Bauwerke und den neuen Anforderungen an Verkehrswege, auch in Hinsicht auf die immer schwerer werdenden (E-) Fahrzeuge, Markus Gerhards, Direktor der Niederlassung West in Montabaur.
Mit einer Spannweite von rund 47 Metern und einer Breite von zwölf Metern wird der Neubau kompakter als sein Vorgänger, aber deutlich leistungsfähiger. Das ist kein Luxus, sondern notwendig: Auf der A48 rollen hier täglich knapp 45.000 Fahrzeuge vorbei, darunter mehr als 7.000 Lastwagen. Auch die L307 ist mit über 6.000 Fahrzeugen am Tag keine Nebenstraße.
Neue Gebührensatzung für Müllentsorgung
Die letzte Sitzung des Kreistages im vergangenen Jahr war geprägt von Zahlen, unter anderem standen Änderungen der Abfallgebührensatzung des Westerwaldkreis-AbfallwirtschaftsBetriebes (WAB) sowie der Kreishaushalt 2026 auf der Tagesordnung.
Zunächst aber berichtete Beate Ullwer letztmalig über ihre Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte des Westerwaldkreises. Seit Mai 2001 bekleidet sie diese Funktion und wird im Februar in den Ruhestand eintreten. Insbesondere das Thema „Gegen Gewalt an Frauen“ habe ihr immer am Herzen gelegen. In ihrer Rede erinnerte sie an zahlreiche Aktionen, exemplarisch nannte sie die Brötchentütenaktion „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“, und wandte sich an die vielen Akteure und Organisationen, mit denen sie im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte zusammengearbeitet und unterschiedliche Themen vorangebracht hatte.
Stein-Neukirch (ots)
Am 07.01.2026 gegen 15 Uhr wurde der Polizeiinspektion Westerburg ein Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen in Stein-Neukirch gemeldet. Ein 38-jähriger Verkehrsteilnehmer befuhr bei schneeglatter Fahrbahn die Saalstraße mit nicht angepasster Geschwindigkeit und konnte an der Einmündung zur Neukircher Straße daher nicht mehr rechtzeitig bremsen, sodass es zum Zusammenstoß mit einem bevorrechtigten Pkw kam. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Durch den Unfall wurden vier Personen leicht verletzt und in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Im Einsatz waren neben der Polizei drei Rettungswagen und ein Notarzt. Die K34 war während der Verkehrsunfallaufnahme mehrere Stunden voll gesperrt. (Polizei Montabaur)
Die Regionalnachrichten immer zur "ungeraden Stunde" hören unter: live.radiowesterwald.de
Montabaur: Arbeitsmarkt spürt Konjunkturkrise – mehr Langzeitarbeitslose
Ransbach-Baumbach: Caritas warnt vor falschen Mitarbeitenden an Haustüren
Gackenbach: Wildpark Westerwald kooperiert mit Radsportteam
Der neue Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald zeigt: Die Konjunkturkrise hinterlässt Spuren. In den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald waren im Dezember rund 17.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Quote liegt bei knapp fünf Prozent und damit höher als vor einem Jahr. Im Westerwaldkreis sind rund 4.500 Menschen ohne Job – 113 mehr als im November und 133 mehr als im Dezember 2024. Die Quote ist in den vergangenen Wochen von 3,7 auf 3,8 geringfügig gestiegen.
Der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn warnt vor Betrugsversuchen an Haustüren. Im Raum Ransbach-Baumbach gaben sich zuletzt zwei Frauen fälschlich als Mitarbeitende der Caritas aus und boten Dienstleistungen an. Der Verband stellt klar: Caritas-Beschäftigte kommen niemals unangekündigt und bieten keine Leistungen an der Haustür an. Die Warnung gilt für den gesamten Westerwaldkreis und den Rhein-Lahn-Kreis. Betroffene sollen keine Gespräche führen und sofort die Polizei informieren oder direkt Kontakt mit dem Caritasverband in Montabaur aufnehmen.
Der Wildpark Westerwald baut seine regionale Vernetzung aus und arbeitet künftig mit dem Radsportteam Equipe EuroDeK zusammen. Die Sportler aus den Vereinen in Montabaur und Nassau werden landesweit für den Park werben, unter anderem mit dem Wildpark-Logo auf ihren Trikots. Vorgestellt wurde die Partnerschaft beim Neujahrstreff des Teams. Neben sportlichen Aktivitäten engagiert sich die Equipe auch für Themen wie Demokratie, Europa und Klimaschutz. Der Wildpark sieht in der Kooperation einen wichtigen Baustein für Bekanntheit und Zukunftssicherung.
„Der Teufel und Daniel Webster – Erzählung von Stephen Vincent Benet“
Jabez Stone, ein Kleinfarmer, ist vom Unglück verfolgt, alles, was er anfängt, mißlingt gründlich. Der vom Pech verfolgte Mann sieht nur noch einen Ausweg – er verschreibt seine Seele dem Teufel, der ihm dafür sieben Jahre Glück und Wohlstand als Gegenleistung verspricht. Die vereinbarte Frist verstreicht, und Stone, der den Vertrag mit Luzifer allzu gerne rückgängig gemacht hätte, wendet sich in seiner Not an den allseits geachteten Rechtsanwalt Daniel Webster. Der erfolgsgewohnte Advokat nimmt sich der Sache an und wähnt es ein Leichtes, seinen Klienten Stone aus dem Deal herauszuhauen. Aber er hat seinen Gegner, den Höllenfürsten, gewaltig unterschätzt und muß erkennen, daß er die schwierigste Verhandlung seines Lebens führt, in welcher es nicht nur um Stone, sondern um seinen eigenen Kopf geht…
Eine schillernde Erzählung des amerikanischen Schriftstellers Benet, der es weder an Spannung noch an Humor entbehrt und die mit einem überraschenden Schluß aufwartet…
Mehr als 2.500 Anmeldungen im vergangenen Jahr, großer Zuspruch aus der Laufszene und ein neues Ziel: Am 31. Dezember 2026 möchte der münz Silvesterlauf in Montabaur erstmals die Marke von 3.000 Anmeldungen erreichen. Mit seiner starken Resonanz ist er inzwischen der größte Silvesterlauf in Rheinland-Pfalz.
Montabaur. Seit mehr als 25 Jahren gehört der Silvesterlauf fest zum Sportkalender der Region. Aus einer etablierten Laufveranstaltung ist über die Jahre ein großes Jahresabschluss-Event geworden, das Läuferinnen und Läufer aller Alters- und Leistungsklassen nach Montabaur zieht. Vom Bambinilauf über den Schülerlauf bis zu den Wettbewerben über fünf und zehn Kilometer steht dabei nicht nur der sportliche Ehrgeiz im Mittelpunkt, sondern vor allem das gemeinsame Erlebnis am letzten Tag des Jahres.
Altenkirchen – Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region Westerwald-Sieg lädt naturinteressierte Bürgerinnen und Bürger am 26. September 2026 zu einer spannenden Exkursion unter dem Motto „Der Natur auf der Spur: Von artenreichen Biotopen zum Waldcampus“ ein. Die Veranstaltung zeigt konkrete Maßnahmen im Bereich von Naturschutz und Umweltbildung. Damit möchte die LAG Westerwald-Sieg auch gezielt für die Umsetzung von Umwelt- und Ökologieprojekten innerhalb des LEADER-Förderprogramms werben. Ziel der praxisnahen Tour ist es, die Biodiversität vor Ort erlebbar zu machen und den Austausch über erfolgreiche Initiativen aus der Region zu fördern.
Weiterlesen ...Bis 18. September Anträge online über LEA stellen
Das Antragsverfahren für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen ist gestartet: Bis zum 18. September können Landwirtinnen und Landwirte wieder Förderanträge für den Vertragsnaturschutz Grünland und zur Förderung des Ökologischen Landbaus stellen. Die Vertragslaufzeit beginnt am 1. Januar 2027 und endet am 31. Dezember 2029.
Mit den Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen werden landwirtschaftliche Betriebe unterstützt, die freiwillig zusätzliche Leistungen für den Umwelt- und Naturschutz sowie für den Landschaftserhalt erbringen. Damit wurde ein Förderinstrument geschaffen, das dem Schutz unserer Umwelt dient und dabei nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch den Schutz von Boden und Wasser berücksichtigt.
Freitag, 18. September, 19:00 - ca. 22:00 Uhr
Leitung: Marcel Weidenfeller, Hundsangen
Veranstaltungsort: 56414 Hundsangen, Brunnenstr. 11, bei Jochen Hannappel
Mitzubringen: Kalender 2027
Der NABU Hundsangen lädt herzlich zur Terminabsprache für das Jahresprogramm 2027 ein. Wir freuen uns auf Ihre Veranstaltungsvorschläge, sei es persönlich vor Ort oder gerne auch vorab per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)!
Gesucht werden wieder kreative Ideen zum Umwelterleben und zur Umweltbildung für Jung und Alt. Wir legen Wert auf fantasievolle, abwechslungsreiche und attraktiv gestaltete Programme, die mit Begeisterung durchgeführt werden. Haben Sie eine spannende Idee, wie wir die Natur erleben und schützen können? Möchten Sie Ihr Wissen und Ihre Leidenschaft für die Umwelt mit anderen teilen? Dann zögern Sie nicht, uns Ihre Vorschläge zukommen zu lassen!
Jahreszeitenwanderung
auf der NABU-Naturerbefläche Westerburg – Herbst
Sonntag, 13. September, 10:00 - ca. 13:00 Uhr
Referent: Dipl.- Biol. Philipp Schiefenhövel, Masgeik-Stiftung Molsberg
Treffpunkt: 56457 Westerburg, Wäller Park, Rheinhold-Ferger-Straße, am Eingangstor der
ehem. Wäller Kaserne
Mitzubringen: Fernglas, evtl. Spektiv und Bestimmungsbuch/App
Teilnahmebeitrag: Kostenfrei - aber wir freuen uns über eine SPENDE!