„Solange es Frauen gibt, wie sollte da etwas vor die Hunde gehen“
Seit über 25 Jahren organisiert der „Arbeitskreis zum Internationalen Frauentag Westerwald“ passend zum 8. März eine kulturpolitische Veranstaltung. In diesem Jahr präsentiert er an dem Tag einen Vortrag der im Westerwald ansässigen Künstlerin Ute Maria Lerner. Als Schauspielerin war sie bereits in über 60 Film- beziehungsweise Fernsehrollen und auf diversen Bühnen zu sehen. Zudem arbeitet sie als Kulturmanagerin, Autorin und Bewusstseinsmentorin.
Um 17.30 Uhr nimmt Ute Maria Lerner die Zuhörerinnen im Ratssaal Westerburg auf eine Zeitreise in die 1920er Jahre mit und widmet sich einigen der faszinierendsten Frauen. Untermalt von Original-Liedern des Jahrzehnts erzählt sie von der Leinwandikone Marlene Dietrich, der Modemacherin Coco Chanel und dem ersten weiblichen schwarzen Weltstar Josefine Baker. Zudem lässt sie das Berlin der Roaring Twenties und der Volkssängerin Claire Waldoff aufleben.
Vor allem aber reflektiert Ute Maria Lerner unter dem Motto „Solange es Frauen gibt, wie sollte da etwas vor die Hunde gehen“ immer wieder die Errungenschaften der Frauen bis heute. Vieles wurde damals angestoßen, das sich auf die nachfolgenden Generationen ausgewirkt hat und sie zeigt: In prekären Situationen der Geschichte ist die Kraft der Frauen nicht nur gewünscht, sondern notwendig. Im Anschluss an den Vortrag lädt Ute Maria Lerner zur Diskussion ein, insbesondere zu den Fragen, wo wir heute in Bezug auf die Gleichwertigkeit der Geschlechter stehen und ob gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Weltgeschehens eine große Veränderung auf Frauen zukommt.
Einlass für die Veranstaltung ist am 8. März ab 17 Uhr, der Eintritt beträgt an der Abendkasse 7 Euro. (Quelle Westerwaldkreis)