In der Praxis bereitet die Unterscheidung zwischen Spannungskopfschmerzen und durch Migräne bedingte Kopfschmerzen manchmal Schwierigkeiten.
Hier hilft nur das klärende ärztliche Gespräch. Bei Kopfschmerzen, die über Tage oder Wochen mit gleichbleibender Intensität anhalten, handelt es sich nur selten um eine Migräne, weil selbst hartnäckige Migräneattacken in der Regel nach drei Tagen allmählich wieder abklingen. Ein Migräne-Status kann zwar länger anhalten, ist aber relativ selten.
Spannungskopfschmerzen können mehrere Wochen anhalten. Die Betroffenen berichten häufig von Kopfschmerzen, die jeden Tag da sind und den Kopf wie einen Ring oder ein Band umgeben. Der Schmerz ist im Vergleich zum Migränekopfschmerz weniger heftig und nicht pochend, sondern drückend und dumpf. Körperliche Aktivität führt in der Regel nicht zu einer Zunahme der Schmerzintensität. Vegetative Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen fehlen. Licht- oder Geräuschempfindlichkeit sind aber möglich. Nicht selten lassen sich als auslösende Faktoren eine hohe Stressbelastung, Sauerstoffmangel oder eine zu geringe Trinkmenge identifizieren.
Etwa 53% aller Patientinnen und Patienten mit Kopfschmerzen leiden unter Spannungskopfschmerzen, nur ca. 38% haben eine Migräne. Spannungskopfschmerzen sind damit die häufigste Kopfschmerzform. Kommt es über drei Monate an 15 oder mehr Tagen im Monat zu Kopfschmerzen, handelt es sich um chronische, bei weniger Tagen um episodische Spannungskopfschmerzen. Auch die Spannungs-kopfschmerzen gehören zu den primären Kopfschmerzen. Frauen und Männer sind ungefähr gleich häufig betroffen.
Sie leiden unter Spannungskopfschmerzen? Das muss nicht sein.
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