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Beim gut besuchten Stammtisch des CDUOrtsverbandes HattertWiedbachtal diskutierte CDULandratskandidat Klaus Lütkefedder mit Bürgerinnen und Bürgern über seine politischen Ziele für den Westerwaldkreis und über konkrete Wege der Umsetzung im Amt des Landrats. Die Veranstaltung bot einen vielschichtigen Einblick in regionale Themen, kommunale Herausforderungen und die Erwartungen an die künftige Kreispolitik.

Besuch Hof Scheffen
Zuvor hatte Lütkefedder gemeinsam mit kommunalen Mandatsträgern den Hof Scheffen besucht. Inhaber Axel Scheffen präsentierte die vielfältigen Betriebszweige seines Unternehmens: BioBetrieb mit ausschließlicher Grünlandbewirtschaftung und mehreren Mutterkuhherden, Ackerbau mit konventionellem Anbau von Getreide, Raps und Bohnen, Zaun, Garten und Landschaftsbau sowie der Betrieb Solarstromerzeugung. Der Rundgang verdeutlichte die Bedeutung landwirtschaftlicher Betriebe als wirtschaftliche und gesellschaftliche Säulen im ländlichen Raum.
Beim anschließenden Stammtisch gab Torsten Birk, Vorsitzender des örtlichen Sportvereins, einen Einblick in die Vereinsarbeit. Er betonte, dass der Verein ohne engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nicht bestehen könne. Das gemeinsam mit der Gemeinde errichtete Mehrzweckgebäude sei ein zentraler Treffpunkt und werde vielfältig genutzt. Besonders stolz zeigte sich Birk über die Jugendarbeit, die dank motivierter Übungsleiter erfolgreich gestaltet werde.

Mit Erfahrung gestalten
In seinem Redebeitrag stellte Lütkefedder seinen persönlichen und beruflichen Hintergrund vor. Mit Blick auf seine Familie – einer 88jährigen Mutter und zwei Enkelinnen – betonte er, dass er die gesamte Lebensspanne im eigenen Umfeld repräsentiere und dadurch „geerdet“ sei. Beruflich kenne er sowohl die Privatwirtschaft als auch verschiedene Verwaltungsebenen. Seine Ausbildung als Bauingenieur sei in vielen Verantwortungsbereichen von Vorteil gewesen.
Bei der Vorstellung seiner politischen Zielsetzungen griff Lütkefedder immer wieder auf praktische Erfahrungen aus früheren Tätigkeiten zurück. Er unterstrich seine Bereitschaft, entschlossen zu handeln: „Wir müssen die Voraussetzungen für die Wirtschaft im Westerwald weiter verbessern. Wir brauchen Gewerbeflächen. Wir brauchen eine funktionierende Infrastruktur. Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte – auf allen Ebenen.“
Der Westerwald solle mit gut aufgestellten Unternehmen ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben und weiter gestärkt werden. Weitere Themenfelder, die Lütkefedder ansprach, waren Bildung, Gesundheitsversorgung, Mobilität, Straßenbau sowie der Zusammenhalt der Gemeinschaften in Städten und Dörfern.
CDUGemeindeverbandsvorsitzender KarlHeinz Boll hob die Bedeutung der kreisgetragenen Einrichtungen innerhalb der Verbandsgemeinde Hachenburg hervor, die weiterhin Unterstützung benötigen. Dazu zählen unter anderem: RS plus und FOS Hachenburg (Hachenburger Löwe), Förderschule Sprache (Schule am Rothenberg), Förderschule Lernen und sozialemotionale Entwicklung (BurggartenSchule), das Private Gymnasium Marienstatt, das Evangelische Klinikum Westerwald (Standort Hachenburg), das Landschaftsmuseum Westerwald sowie die zukünftige Gestaltung des ÖPNV.
Lütkefedder kann Landrat
In der anschließenden Aussprache wurde das breite Aufgabenfeld eines Landrats thematisiert: Personalverantwortung für über 800 Mitarbeitende, die Steuerung eines Haushalts von rund 400 Millionen Euro sowie die Führungsrolle im Brand und Katastrophenfall. Einigkeit bestand darin, dass umfassende Verwaltungserfahrung und Verantwortungsbereitschaft entscheidende Voraussetzungen seien, um die positive Entwicklung des Westerwaldkreises in der Verantwortung als Landrat fortzuführen. (Karl Heinz Boll)