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Zur zweiten Fachkonferenz Ehrenamt der Länder trafen sich auf Einladung von Marcus Klein, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien und Chef der Staatskanzlei, die fachlich zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Staatssekretärinnen und Staatssekretäre aller Länder in der Mainzer Staatskanzlei. Zu Gast war auch die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt, Dr. Christiane Schenderlein, sowie die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt und das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

Minister Marcus Klein: „Das Ehrenamt ist Basis und Rückgrat unserer Gesellschaft. Es schafft Vertrauen und Zusammenhalt. Es erbringt Leistungen, die kein noch so gut ausgebauter Sozialstaat allein erbringen könnte. Es sorgt für lebens- und liebenswerte Dörfer und Städte, für ein funktionierendes Gemeinwesen. Wie unverzichtbar das Ehrenamt ist, ist in den vergangenen Jahren in unübersehbarer Weise deutlich geworden. Die Bewältigung der Herausforderungen und Krisen unserer Zeit – Flucht und Migration, Umweltkatastrophen und Klimawandel, Pandemie, aber auch der Umbau des Sozialstaats oder die Bildungsreform – brauchen das aktive Mittun der Bürgerinnen und Bürger.“ Für die neue Landesregierung von Rheinland-Pfalz habe die Engagementförderung hohe Priorität: „Wir setzen dabei auf Kontinuität und Bewährtes, wollen aber auch beherzt Neues in Angriff nehmen. Als erstes sichtbares Zeichen haben wir dafür das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien, verbunden mit der Staatskanzlei, geschaffen“, so Minister Klein.

Die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt, Dr. Christiane Schenderlein, sagte: „Ehrenamtliche sind ein Motor der Demokratie. Sie halten die Gesellschaft zusammen und verdienen deshalb jede politische Rückendeckung. Das betrifft viele Politikbereiche und alle Ebenen des staatlichen Handelns: Bund, Länder und Kommunen müssen an einem Strang ziehen, um Engagement so einfach wie möglich zu machen und Hürden bei der Übernahme von Verantwortung zu senken. Mit dem Zukunftspakt Ehrenamt hat der Bund gleich im ersten Jahr der Legislatur spürbare Erleichterungen für Engagierte und Ehrenamtliche beschlossen - mit höheren Ehrenamts- und Übungsleiterpauschalen, einer besseren Haftungs­privilegierung für Ehrenamtliche und erweiterten Freigrenzen bei Verwendung von Vereinseinnahmen. Wir wissen aber alle, dass wir hier nur gemeinsam erfolgreich sein werden - in einem guten Miteinander zwischen Bund und Ländern. Ich freue mich auf den Austausch zu weiteren entschlossenen Schritten bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Ehrenamt, zum Beispiel bei der Frage der Entlastung bei GEMA-Gebühren – und danke für die noch junge Initiative der Länder zu einer intensiveren Abstimmung.“

Ein zentraler Schwerpunkt der Konferenz war der Bürokratieabbau im Ehrenamt. Auf der Tagesordnung standen außerdem die GEMA-Rahmenverträge der Länder und die Anerkennung des Engagements, etwa durch die Digitalisierung der Ehrenamtskarten. Auch der Ehrentag des Bundespräsidenten, der in diesem Jahr erstmals stattfand, war Thema. (Staatskanzlei Mainz )