Manchmal sind die kleinen Signale viel mehr wert als die großen Worte: Sie lachen, sie flachsen, sie legen beim Teamfoto den Arm auf die Schulter des Trainers, sie reden viel mit den geladenen Gästen, überwinden vermeintliche Sprachbarrieren mit viel Offenheit und einem Lächeln. Wer das neue Team des Tischtennis-Bundesligisten TTC Zugbrücke Grenzau bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz im Hause von Hauptsponsor Hotel Zugbrücke erlebte - und dabei nicht nur den Worten lauschte, die ganz offiziell gesprochen wurden - der bekam schnell den Eindruck: Da ist eine Mannschaft zusammen, die sportlich zwar zumeist als Außenseiter an den Tisch gehen wird, die aber über das Gemeinschaftsgefühl viel erreichen kann.
„Wir haben die Mannschaft so zusammengestellt, dass es auch menschlich passt“, sagte TTC-Cheftrainer Dirk Wagner, der mit allen vier Spielern im Team bereits intensiv gearbeitet hat: Mit Mihai Bobocica und Marcelo Aguirre zu seiner Zeit an der Werner-Schlager-Academy, ebenso mit Kirill Gerassimenko, der jedoch auch schon in sein zweites Jahr beim TTC geht. Und mit Anders Lind, weil der dänische Neuzugang schon länger am Tischtennis- Stützpunkt in Grenzau trainiert. „Wir würden gerne unter die besten acht Teams der Liga kommen“, sagt Wagner.
Krümmel/Sessenhausen. In diesem Jahr feiert die Freiwillige Feuerwehr Krümmel-Sessenhausen am dritten Augustwochenende wieder ihr traditionelles Sommerfest. Ein besonderer Grund zur Freude ist dabei das 25-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr. Ohne die im Jahr 1993 ins Leben gerufene Nachwuchsabteilung, wäre es um den Dienst am Nächsten in Gemeinden Krümmel und Sessenhausen heute schlecht bestellt. So stammen 19 Aktive der heute 29 Frauen und Männer starken Einsatzabteilung aus der Nachwuchsschmiede „Jugendfeuerwehr“. Ein Erfolg, den die Wehr am 18.08.2018 gebührend feiern möchte. Aufgrund der Sanierungsarbeiten am Gemeindehaus in Krümmel findet die Veranstaltung dieses Jahr rund um den Sportplatz in Sessenhausen statt. Hier wird ab nachmittags ein buntes Programm für Groß und Klein dargeboten.
Die Deutschland Tour macht am Donnerstag, den 23. August Station in unserer Region. Die Vorfreude wächst, denn alle Sportfans können an der Strecke kostenlos dabei sein, um dieses Spitzensport-Ereignis live zu erleben und ein wahres Fahrrad-Festival zu feiern. 132 Radsportler, von hoffnungsvollen Talenten bis zu internationalen Stars, durchfahren die Kommunen. Besucher und Einwohner werden der Deutschland Tour einen würdigen Empfang bieten. Das freut nicht nur die Profis auf ihren Rädern, sondern auch ein Millionenpublikum in 190 Ländern, in die das Rennen übertragen wird.
Auf www.Deutschland-Tour.com können Sie sich informieren, ob die Deutschland Tour am 23. August auch Ihren Heimatort durchfährt, und Ihren Besuch beim Radrennen planen. Ein Spitzensport-Ereignis, wie die Deutschland Tour, ist mit zeitweisen verkehrlichen Einschränkungen für die Anwohner verbunden. In enger Abstimmung mit den Kommunen und Sicherheitsbehörden werden die Auswirkungen von Sperrungen so gering wie möglich gehalten.
Darüber hinaus wird sichergestellt, dass in den Durchfahrtsorten die Straßenabschnitte nur maximal 45 Minuten für den regulären Verkehr gesperrt sind. Diese kurzfristige Einschränkung orientiert sich an der Durchfahrtszeit der Radsportler, die Sie auf www.Deutschland-Tour.com/Verkehr abrufen können. Circa 30 Minuten vor dem Feld der Radsportler sorgen die Polizei, eine mobile Motorradstaffel und Streckenposten des Veranstalters, die an ihren Warnwesten leicht zu erkennen sind, für eine freie Strecke. Ein Polizeifahrzeug mit roter Flagge kündigt 15 Minuten vor den herannahenden Profisportlern das Rennen an. Nachdem alle Radsportler den Streckenabschnitt passiert haben, gibt ein Polizeifahrzeug mit grüner Flagge die Strecke für den regulären Verkehr wieder frei.
Die derzeitige Hitzewelle setzt den Westerwälder Gärten und Feldern stark zu, die Regentonnen zur Bewässerung sind schon längst leer. „Wir beobachten jetzt vermehrt, dass Bäche aufgestaut werden und man mit Motor- und Elektro-Pumpen Wasser entnimmt“, berichtet Klaus Frensch von der unteren Wasserbehörde der Kreisverwaltung. Das sei ohne behördliche Genehmigung nicht zulässig. Denn durch die ungeregelte Wasserentnahme werde durch Trockenfall das „Ökosystem Bach“ nachhaltig geschädigt. Erlaubt sei lediglich der „Gemeingebrauch“, das heißt die Entnahme zum Beispiel mit Gießkanne oder Eimer.
Wer Eigentümer eines Gewässergrundstückes ist, darf Wasser aus diesem Gewässer für den eigenen Bedarf entnehmen, wenn dadurch keine nachteiligen Veränderungen der Eigenschaften des Wassers, keine wesentliche Verminderung der Wasserführung und keine andere Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes zu erwarten sind. Bei anhaltender Trockenheit und entsprechend niedrigen Wasserständen haben jedoch bereits geringfügige Wasserentnahmen negative Auswirkungen auf die Gewässerökologie.
Obererbach.
In der Zeit von Sonntag, 14.06.2026, 22.30 Uhr, bis Montag, 15.06.2026, 07.00 Uhr, kam es in Obererbach (Westerwald), Bahnhofstraße, zu einem Diebstahl. Nach bisherigen Erkenntnissen entwendeten unbekannte Täter verschiedene Werkzeuge, u.a. auch elektrische Maschinen inkl. Akkus und Ladestationen, aus einer Garage. Die Polizei Altenkirchen bittet um Hinweise. (Polizei Altenkirchen)
Betzdorf.
Im Zeitraum zwischen Freitag, 12.06., und Dienstag, 16.06.2026, entwendete eine bislang unbekannte Täterschaft zwei Kompressoren und eine Tauchpumpe von einem Baustellengelände in der Ladestraße. Dem Geschädigten entstand hierdurch ein Schaden von rund 1000 Euro. (Polizei Betzdorf)
Die Polizeiinspektion Betzdorf nimmt Hinweise unter der Rufnummer 02741 926-0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.
Eine Fahrzeugführerin aus der Verbandsgemeinde Montabaur missachtete im Kreuzungsbereich der L318/L314 nahe der Ortschaft Kleinholbach die Vorfahrt des von links kommenden, vorfahrtsberechtigten Fahrzeugführers. Es kam zur Kollision der beiden Fahrzeuge. Die erst genannte Fahrzeugführerin wurde schwer verletzt. Beide Fahrzeuge wurden total beschädigt. Die L318 war für die Dauer von zwei Stunden teil-/voll gesperrt. (Polizei Montabaur)
Am 16.06.2026 kam es in Montabaur zu zwei Tageswohnungseinbrüchen. In der Zeit zwischen 06:00 Uhr und 17:00 Uhr wurde in ein Einfamilienhaus in der Ringstraße eingebrochen. Unbekannter Täter hebelte ein Fenster des Erdgeschosses auf und drang in das Wohnhaus ein. Sämtliche Räumlichkeiten wurden deliktstypisch durchwühlt. Zum Diebesgut können noch keine Angaben gemacht werden. Wenig später wurde der Polizei ein weiterer Wohnungseinbruch in der Fuldastraße mitgeteilt. Hier hebelten die unbekannten Täter zwischen 13:00 - 17:45 Uhr eine rückwärtig gelegene Terrassentür auf und durchsuchten das komplette Einfamilienhaus. Entwendet wurden Bargeld, Goldschmuck und wertvolle Uhren. Hinweise oder verdächtige Wahrnehmungen zu beiden Taten nimmt die Polizei in Montabaur unter 02602 - 92260 entgegen.
(Polizei Montabaur)
Herschbach Uww. Die Christdemokraten im Westerwald haben zu Wochenbeginn einen wichtigen Schritt in Richtung Landratswahl gemacht: Klaus Lütkefedder, seit 17 Jahren Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod, erhielt bei einem mit 180 Teilnehmern sehr gut besuchten Kreisparteitag 98,2 % Zustimmung - ein großer Vertrauensbeweis - als Landratskandidat der CDU.
Die frisch ernannte Bildungsstaatssekretärin und CDU-Kreisvorsitzende Jenny Groß konnte in der voll besetzten Halle im „Haus Hergisbach“ bei guter Stimmung zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mandatsträger begrüßen: Innenminister Achim Schwickert, MdB Harald Orthey, die MdLs Janick Pape und Roland Weimer, Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland und den Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Stephan Krempel.
Ortsbürgermeister Axel Spiekermann wünschte dem Kreisparteitag einen guten Verlauf und betonte dabei die Gemeinsamkeit überzeugender politischer Entscheidungen. Die CDU als Westerwaldpartei mache ihre Verantwortung für die Region und ihren Gestaltungswillen immer wieder deutlich.
Der mit viel Applaus begrüßte bisherige Landrat und neue Innenminister Achim Schwickert fühlte sich in seiner Westerwälder Heimat sichtlich wohl. Er gab einen kurzen Einblick in die Mainzer Regierungsarbeit und die inhaltlichen Schwerpunkte in seinem Ministerium. Erklärtes Ziel der Koalition sei eine spürbare Aufstockung der kommunalen Finanzen, eine Stärkung des Personalstammes bei der Polizei sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Entscheidungen beim Thema Migration. Die Situation im Bereich ÖPNV müsse realistisch wahrgenommen und gestaltet werden.
Westerwaldkreis. Der Pilgerweg des Evangelischen Dekanats Westerwald ist offiziell eröffnet. Rund 50 Menschen haben die Einweihung mit einer Wanderung, einem Gottesdienst und schönen gemeinsamen Stunden bei Kaffee, Kuchen und Suppe in Willmenrod gefeiert. Ab sofort können sich PilgerInnen auf die rund 200 Kilometer lange Route rund ums Dekanat begeben. In insgesamt zwölf Etappen führt der Weg unter anderem über Westerburg, Wallmerod, Montabaur, Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach, Selters, Bad Marienberg und Rennerod.
Am Tag der Eröffnungsfeier pilgerten die Gäste zunächst ab Wallmerod, Westerburg und Gemünden bis nach Willmenrod. Bettina Dreiseitel führte die Gruppe, die von Gemünden aus gestartet ist. Dreiseitel ist Teil des Dekanats-Pilgerteams und hat den Weg gemeinsam mit Ricarda Schneider, Regina Kehr und Bettina Kaiser geplant: „Wir haben die Route mehrfach überprüft, korrigiert und in der Wander-App Komoot eingetragen. Jetzt ist die Strecke traumhaft schön“, schwärmt sie. „Die Route führt an Feldern vorbei; wenn man sich Schatten wünscht, kommt ein kühler Wald, es gibt viele Bänke und alle Wege sind gut bewältigbar.“ Mitpilgerin Sylvia stimmt ihr zu: „Die Leute wissen gar nicht, welche wundervollen Orte es hier gibt.“ Und Besucherin Christina ist vom Pilgerweg rund um den Westerwald ebenfalls begeistert: „Das ist eine schöne Idee! Heute ist’s zwar nur ein Tagesausflug, aber ich überlege, den Weg mal komplett zu gehen.“
Für den Eröffnungstag reicht freilich ein Teilstück: Die Teilnehmenden passieren malerisch gelegene Weiher, an denen sie für einen Impuls innehalten, nehmen sich ein Stück des Weges Zeit zum Schweigen und werden dabei von einer neugierigen Kuhherde und schmunzelnden Waldarbeitern beobachtet. Sie überqueren Bachläufe und pusten am Ende kleine Federn in den Wäller Wind – als Symbol für den Ballast des Alltags, der während des Pilgerns tatsächlich leicht werden kann.
Pilgern ist eben mehr als das bloße Wandern. „Es ist ein Unterwegssein mit sich selbst und mit Gott“, glaubt Pfarrerin Sabine Jungbluth, die neben dem Wäller Pilgerteam und Dekan Axel Wengenroth durch den anschließenden Eröffnungsgottesdienst in Willmenrod führt. Für Regina Kehr ist der Weg ebenfalls mehr als eine Route: Er ist ein Geschenk – trotz einiger Unwägbarkeiten während der Planung. Denn das Projekt wurde im Laufe der Jahre im wahrsten Wortsinn groß. „Uns wurde währenddessen noch einmal bewusst, wie riesig unser Dekanat ist“, sagt sie mit Blick auf die rund 200 Kilometer lange Strecke. „Schilder oder Wegweiser haben wir zwar nicht. Aber der Dekanatspilgerweg steht ab sofort digital auf Komoot zur Verfügung. Außerdem gibt es eine schön gestaltete Übersichtskarte mit kurzen Beschreibungen und QR-Codes – ebenso wie einen Pilgerausweis, der mit Stickern gefüllt werden kann“, sagt Regina Kehr. „All das wäre nicht ohne die Unterstützung von ,Spielräume‘ möglich gewesen, dem Innovationsfonds der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.“ Und schon gar nicht ohne ein gutes Team, freut sich Regina Kehr und dankt ihren Mitstreiterinnen für „ganz viel Herzblut“.
Dann eröffnet Dekan Axel Wengenroth den Dekanatspilgerweg offiziell und gibt dem Projekt Gottes Segen mit auf den Weg: „Pilgern ist eine wundervolle Möglichkeit, Gott zu begegnen – wann und wo Er will.“ (Peter Bongard)
Projekt startet zum World-Refill-Day am 16. Juni auch in der VG Montabaur –
10 Refill-Stationen sind dabei – Projekt dient auch der Hitzevorsorge
„Bitte einmal auffüllen!“ Wer mit einer mitgebrachten Trinkflasche in eine Refill-Station kommt, kann sie dort kostenlos mit frischem Leitungswasser auffüllen lassen. Das System ist so einfach wie nachhaltig: Es spart den Plastikmüll von Einwegflaschen, CO2-Emissionen, die bei deren Transport entstehen, und sorgt für eine einfache Trinkwasserversorgung unterwegs. Das ist gerade bei großer Hitze besonders wichtig. Auf die Initiative der VG Montabaur haben sich auf Anhieb 10 Betriebe zu Refill-Stationen erklärt, weitere sind herzlich willkommen. Ein Refill-Aufkleber an der Tür weist die Stationen aus.
Die Refill-Stationen in der VG Montabaur
Ninks Backstube ist gleich mit vier Refill-Stationen in der VG Montabaur am Start: Neben den Filialen am Konrad-Adenauer-Platz und in der Bahnhofstraße in Montabaur nehmen auch die Cafés in Welschneudorf und beim Gartenfachmarkt in Heiligenroth teil. Wanderer und Radler werden in den Restaurants Wirzenborner Liss im Gelbachtal und an der Studentenmühle im Eisbachtal mit frischem Trinkwasser versorgt sowie im Wildpark Westerwald in Gackenbach und im Familienferiendorf in Hübingen. In Montabaur sind außerdem die Tourist-Info am Großen Markt und die Stadtbibliothek in der Sauertalstraße als Refill-Stationen ausgewiesen. Ein hellblauer Aufkleber mit einem Tropfen darauf zeigt durstigen Besuchern an: Hier kann ich meine Flasche auffüllen lassen.
Von der Idee zum Projekt
Den Anstoß für das Refill-Projekt gaben Karin Maas als Leiterin der Tourist-Info und Julian Herbst, der Klimaanpassungsmanager der VG Montabaur. „In der Tourist-Info werden wir im Sommer täglich gefragt, wo man Wasserflaschen auffüllen kann. Gerade für Wanderer und Radler ist es wichtig, unterwegs etwas zu trinken dabei zu haben. Ich hoffe, dass noch viele touristische Anbieter bei Refill mitmachen“, beschreibt Karin Maas ihre Erfahrungen. „Hitzevorsorge wird auch im ländlichen Raum immer wichtiger. Denn wir wissen, dass durch den Klimawandel die Hitzeperioden künftig noch heißer werden und länger andauern – auch im Westerwald. Da ist Refill ein einfaches und niederschwelliges Angebot, die Menschen unterwegs mit kühlem Trinkwasser zu versorgen“, so der Klimaanpassungsmanager Julian Herbst. „Für mich hat das etwas mit Gastfreundlichkeit zu tun. Wir freuen uns über jeden Besucher, der in unseren Laden kommt. Vielleicht kauft der eine oder die andere auch frische Backwaren oder trinkt einen Kaffee während wir die Trinkflasche auffüllen“, sagt Annika Nink-Fasel, Geschäftsführerin Ninks Backstube KG. Voraussetzung sei das allerdings nicht, betont sie.
Weltweiter Refill-Day am 16. Juni
Das Refill-Konzept wurde 2015 in England „erfunden“ und verbreitet sich schnell in Europa und der Welt. Der World Refill Day (Welttag des Wiederauffüllens) wurde von der britischen Umweltorganisation City to Sea ins Leben gerufen. Die Organisation startete die Bewegung, um das Bewusstsein für die weltweite Plastikverschmutzung zu schärfen und Menschen zu ermutigen, Einwegplastik durch das einfache Wiederauffüllen von Trinkflaschen zu vermeiden. In Deutschland wird die Kampagne maßgeblich durch den gemeinnützigen Verein a tip: tap e.V. und durch die Initiative Refill Deutschland koordiniert. Bundesweit gibt es tausende Refill-Stationen. Unter www.refill-deutschland.de findet sich die interaktive „Karte von morgen“, auf der alle Refill-Stationen deutschlandweit verzeichnet sind.