B Itunes B Mediaplayer B phonostar Logo radioDE

RADIO WESTERWALD LIVESTREAM : ON AIR
🎙️  ➤ Player in eigenem Fenster öffnen

02624950289     b gruenes kreuz     b email

Das Wetter im Westerwald

Heute 18°C
Morgen 17°C
06.03.2026 18°C

Der Arbeitskreis Steuerschätzungen erwartet neue Einnahmerekorde. Die staatlichen Kassen profitieren weiterhin vom robusten Wirtschaftswachstum: Das Steueraufkommen von Bund, Länder und Gemeinden wächst 2017 noch stärker als bereits im Mai angenommen. Es wird 734 Milliarden Euro betragen, das sind noch einmal zwei Milliarden Euro mehr als erwartet. Dass sie nicht noch stärker steigen, liegt an der Rückzahlung der Kernbrennelementesteuer in Höhe von fast 8 Mrd. Euro in diesem Jahr. Diese Zahlen untermauern die DIHK-Empfehlung an die kommende Bundesregierung, jetzt mit deutlichen Steuerentlastungen und einer Stärkung der Investitionen die Basis für ein tragfähiges Wachstum in Zukunft zu legen.

Inlandsnachfrage heizt aufkommensstarke Steuerarten an
Die Steuereinnahmen werden in diesem Jahr um 4,0 Prozent und in den Jahren 2018 bis 2022 durchschnittlich um 3,9 Prozent steigen. Basis für diese Vorausschau ist die Prognose der Bundesregierung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Sie rechnet 2018 mit einem nominalen Plus von 3,6 Prozent und 2019 mit einer Zunahme von 3,4 Prozent. Für 2020 bis 2022 liegt die Regierungsprognose bei einem jährlichen Nominalwachstum von 3,1 Prozent. Gründe dafür sind der stabile private Konsum, steigende Exporte aufgrund der Belebung der Weltwirtschaft und eine anziehende Investitionstätigkeit im Inland. Der hohe Beschäftigungsstand wirkt sich auf steigende Lohnsteuereinnahmen aus, die zunehmende Kaufkraft schlägt sich bei anziehenden Umsatzsteuereinnahmen nieder. Diese beiden Steuern machen allein etwa 60 Prozent des gesamtstaatlichen Steueraufkommens aus. Aber auch die von Unternehmen gezahlten Gewinnsteuern ziehen weiterhin stetig an.
Höhere Steuereinnahmen auch für Länder und Gemeinden
Für die Länder wird 2017 ein Plus von 9,4 Milliarden Euro gegenüber 2016 vorhergesagt. Im Jahr 2022 werden es dann fast 70 Milliarden mehr sein als noch 2016. Mit eingerechnet sind dort bereits die jeweils 9 Mrd. Euro, die die Länder 2020 und 2021 vom Bund im Rahmen der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzen bekommen. Bei den Gemeinden steigen die Steuereinnahmen in diesem Jahr um 6,6 Milliarden Euro, und im Jahr 2022 dann bereits um gut 32,5 Milliarden Euro – jeweils im Vergleich zu 2016. Trotz durchaus vorhandener Unterschiede in der jeweiligen finanziellen Lage und zusätzlichem Investitionsbedarf sollten damit die Länder die Schuldenbremse bis 2020 einhalten und ihre Haushalte strukturell ausgleichen können.
Steuerbelastung der Unternehmen reduzieren
Die nächste Bundesregierung sollte den stabilen Aufschwung nutzen, um strukturell bessere Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu schaffen. In einer aktuellen DIHK-Umfrage bewerten die Unternehmen wichtige Wettbewerbsfaktoren signifikant schlechter als noch vor vier Jahren, so auch die hiesige Unternehmensbesteuerung. Steuerliche Entlastungen würden deshalb den Investitionsplänen der Betriebe einen wichtigen Impuls geben. Und 91 Prozent der Investitionen in Deutschland werden von privaten Unternehmen getätigt. Der Entlastungsspielraum der nächsten Bundesregierung dürfte dafür nach der aktuellen Steuerschätzung mindestens 30 Milliarden Euro jährlich betragen. Die letzte Reform der Unternehmensbesteuerung liegt fast zehn Jahre zurück. Es wird also Zeit für strukturelle Verbesserungen. Dazu gehören die Abschaffung des Soli, der Verzicht auf die Besteuerung von Kosten insbesondere bei der Gewerbesteuer, die Einführung der degressiven Afa als zeitgemäße Abschreibungsmethode, ein Abbau des „Mittelstandsbauchs“ und die Einführung einer steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung.
Koalitionsvertrag für Investitionen
Neben der steuerlichen Entlastung braucht der Wirtschaftsstandort Deutschland zur Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit auch verstärkte öffentliche Investitionen. Richtig ist es deshalb, weiterhin eine verbesserte Finanzausstattung der Gemeinden im Blick zu haben. Denn hier wird unmittelbar in Infrastruktur und in Bildung investiert. Flaschenhals für die Umsetzung notwendiger Projekte sind zugleich immer wieder zu enge, weil oft auch veraltete Planungskapazitäten. Auch hier muss investiert werden – in Personal und eine bessere technische Ausstattung. Damit können dann Effizienzverbesserungen und Innovationen bei der Umsetzung von Projekten realisiert werden.

Weitere Nachrichten aus dem Westerwald

Orientierung und Stärkung für Ehrenamtliche

Besinnungstag fand im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg statt
HACHENBURG. Rund 25 ehrenamtlich Engagierte aus Pfarreien sowie Caritas-Einrichtungen und -Diensten in der Region sind kürzlich im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg zum ersten Besinnungstag des Jahres zusammengekommen. Ziel des Tages war es, Kraft zu schöpfen, innezuhalten und sich für das eigene caritative Engagement neu stärken zu lassen.

Weiterlesen ...

Konstruktionen mit so genannten „Wolff“-Holzstegträgern sollten überprüft werden

Die Untere Bauaufsicht des Kreises Altenkirchen informiert über eine mögliche Einsturzgefährdung von Gebäuden, die mit so genannten „Wolff“-Holzstegträgern errichtet wurden. Hintergrund dieser Sensibilisierung von Eigentümern und Verfügungsberechtigten ist ein Hinweis des rheinland-pfälzischen Finanzministeriums als Oberste Bauaufsichtsbehörde. 

Am 6. November 2023 war das Dach der Kirche St. Elisabeth in Kassel vollständig eingestürzt. Die Haupttragelemente der Dachkonstruktion der Kirche (Baujahr 1959/60) bildeten geklebte Holzstegträger, die als „Wolff“-Stegträger bezeichnet werden und als einteilige und einfeldrige Satteldachträger ausgeführt waren.

Weiterlesen ...

5 Dörfer Tour 2026

Alsbach,Caan, Nauort, Sessenbach und Wirscheid laden auch in diesem Jahr zur traditionellen Wandertour ein.
Es ist bereits die 10.Dorfwanderung.“,
teilten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der fünf beteiligten Ortsgemeinden mit.
„Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 1000 Personen an unserer
5 Dörfer Tour teil. Das ist ein großartiger Erfolg für unsere Dörfer, an dem 2026 anknüpfen möchten.
Wir freuen uns daher, wenn wir sie auch in diesem Jahr als Teilnehmer begrüßen dürfen. Die 5 Dörfer Tour findet wie immer am
ersten Sonntag im September statt, also dieses Jahr am 06.September, um 09:45 Uhr, in Nauort.
Weitere Details über die Attraktionen in den Dörfern werden später noch mitgeteilt. (Roland Lorenz) 

Drei Tragkraftspritzen an die Wehren Bad Marienberg, Hof und Neunkhausen übergeben

Verbandsgemeinde Bad Marienberg investiert weiter
in die hochmoderne Ausrüstung ihrer Feuerwehren

In seiner Sitzung vom 24.09.2025 hatte der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig die Aufträge zur Ersatzbeschaffung von Tragkraftspritzen für die Freiwilligen Feuerwehren Bad Marienberg, Hof und Neunkhausen im Wert von insgesamt rund 57.000 € vergeben.

Weiterlesen ...

Die Transformation aktiv gestalten


Wie Unternehmen im Kreis Altenkirchen wettbewerbsfähig bleiben

Wissen/Kreisgebiet. Die deutsche Wirtschaft und insbesondere der Landkreis Altenkirchen stecken mitten in einem historischen Umbruch. Die hohe wirtschaftliche Abhängigkeit von der Automobilzulieferindustrie und tiefgreifende globale Veränderungen fordern die regionalen Betriebe stark heraus. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI), Dekarbonisierung, instabile Lieferketten sowie der demografische Wandel – und damit das zeitnahe Ausscheiden der Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt – sind längst keine bloßen Schlagworte mehr, sondern bestimmen das tägliche Handeln. Wer auch in Zukunft am Markt bestehen und seine Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren will, für den ist die Transformation eine absolute Notwendigkeit.

Weiterlesen ...

Arzneimittelwirkstoff Sildenafil in "Lotus Mixed Herbal Paste with Honey"

Ersan Cimen ruft "Lotus Mixed Herbal Paste with Honey" auch in Rheinland-Pfalz zurück. Das Produkt wurde online über Amazon vertrieben und enthält den nicht deklarierten Arzneimittelwirkstoff Sildenafil. Der Wirkstoff kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungs- und Sehstörungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme mit einer Reihe von Herzmedikamenten drohen sogar lebensgefährliche Wechselwirkungen. Mittel mit Sildenafil sind in Deutschland deshalb zulassungs- und verschreibungspflichtig und werden nur unter ärztlicher Aufsicht zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt. (LUA)