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03.09.2026 24°C

Der Arbeitskreis Steuerschätzungen erwartet neue Einnahmerekorde. Die staatlichen Kassen profitieren weiterhin vom robusten Wirtschaftswachstum: Das Steueraufkommen von Bund, Länder und Gemeinden wächst 2017 noch stärker als bereits im Mai angenommen. Es wird 734 Milliarden Euro betragen, das sind noch einmal zwei Milliarden Euro mehr als erwartet. Dass sie nicht noch stärker steigen, liegt an der Rückzahlung der Kernbrennelementesteuer in Höhe von fast 8 Mrd. Euro in diesem Jahr. Diese Zahlen untermauern die DIHK-Empfehlung an die kommende Bundesregierung, jetzt mit deutlichen Steuerentlastungen und einer Stärkung der Investitionen die Basis für ein tragfähiges Wachstum in Zukunft zu legen.

Inlandsnachfrage heizt aufkommensstarke Steuerarten an
Die Steuereinnahmen werden in diesem Jahr um 4,0 Prozent und in den Jahren 2018 bis 2022 durchschnittlich um 3,9 Prozent steigen. Basis für diese Vorausschau ist die Prognose der Bundesregierung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Sie rechnet 2018 mit einem nominalen Plus von 3,6 Prozent und 2019 mit einer Zunahme von 3,4 Prozent. Für 2020 bis 2022 liegt die Regierungsprognose bei einem jährlichen Nominalwachstum von 3,1 Prozent. Gründe dafür sind der stabile private Konsum, steigende Exporte aufgrund der Belebung der Weltwirtschaft und eine anziehende Investitionstätigkeit im Inland. Der hohe Beschäftigungsstand wirkt sich auf steigende Lohnsteuereinnahmen aus, die zunehmende Kaufkraft schlägt sich bei anziehenden Umsatzsteuereinnahmen nieder. Diese beiden Steuern machen allein etwa 60 Prozent des gesamtstaatlichen Steueraufkommens aus. Aber auch die von Unternehmen gezahlten Gewinnsteuern ziehen weiterhin stetig an.
Höhere Steuereinnahmen auch für Länder und Gemeinden
Für die Länder wird 2017 ein Plus von 9,4 Milliarden Euro gegenüber 2016 vorhergesagt. Im Jahr 2022 werden es dann fast 70 Milliarden mehr sein als noch 2016. Mit eingerechnet sind dort bereits die jeweils 9 Mrd. Euro, die die Länder 2020 und 2021 vom Bund im Rahmen der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzen bekommen. Bei den Gemeinden steigen die Steuereinnahmen in diesem Jahr um 6,6 Milliarden Euro, und im Jahr 2022 dann bereits um gut 32,5 Milliarden Euro – jeweils im Vergleich zu 2016. Trotz durchaus vorhandener Unterschiede in der jeweiligen finanziellen Lage und zusätzlichem Investitionsbedarf sollten damit die Länder die Schuldenbremse bis 2020 einhalten und ihre Haushalte strukturell ausgleichen können.
Steuerbelastung der Unternehmen reduzieren
Die nächste Bundesregierung sollte den stabilen Aufschwung nutzen, um strukturell bessere Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu schaffen. In einer aktuellen DIHK-Umfrage bewerten die Unternehmen wichtige Wettbewerbsfaktoren signifikant schlechter als noch vor vier Jahren, so auch die hiesige Unternehmensbesteuerung. Steuerliche Entlastungen würden deshalb den Investitionsplänen der Betriebe einen wichtigen Impuls geben. Und 91 Prozent der Investitionen in Deutschland werden von privaten Unternehmen getätigt. Der Entlastungsspielraum der nächsten Bundesregierung dürfte dafür nach der aktuellen Steuerschätzung mindestens 30 Milliarden Euro jährlich betragen. Die letzte Reform der Unternehmensbesteuerung liegt fast zehn Jahre zurück. Es wird also Zeit für strukturelle Verbesserungen. Dazu gehören die Abschaffung des Soli, der Verzicht auf die Besteuerung von Kosten insbesondere bei der Gewerbesteuer, die Einführung der degressiven Afa als zeitgemäße Abschreibungsmethode, ein Abbau des „Mittelstandsbauchs“ und die Einführung einer steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung.
Koalitionsvertrag für Investitionen
Neben der steuerlichen Entlastung braucht der Wirtschaftsstandort Deutschland zur Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit auch verstärkte öffentliche Investitionen. Richtig ist es deshalb, weiterhin eine verbesserte Finanzausstattung der Gemeinden im Blick zu haben. Denn hier wird unmittelbar in Infrastruktur und in Bildung investiert. Flaschenhals für die Umsetzung notwendiger Projekte sind zugleich immer wieder zu enge, weil oft auch veraltete Planungskapazitäten. Auch hier muss investiert werden – in Personal und eine bessere technische Ausstattung. Damit können dann Effizienzverbesserungen und Innovationen bei der Umsetzung von Projekten realisiert werden.

Weitere Nachrichten aus dem Westerwald

550 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler

Im Behandlungsfehler-Management sind aktuell rund 550 Verdachtsfälle auf einen Behandlungs- oder Pflegefehler (davon rund 100 im Saarland) bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Bearbeitung. Die meisten der von AOK-Versicherten gemeldeten Verdachtsfälle betrafen orthopädische oder unfallchirurgische Eingriffe, gefolgt von den Fachgebieten Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtsmedizin, Innere Medizin sowie Zahnmedizin. In den vergangenen drei Jahren lag die Quote der bestätigten Behandlungsfehler konstant bei rund 25 Prozent. Insgesamt konnten im Jahr 2025 rund 2,1 Millionen Euro an Beitragsgeldern erfolgreich zurückgefordert und die Versicherten mit einem Team aus medizinischen sowie juristischen Experten entsprechend fachlich betreut werden. (AOK RLP Saar)

Die FDP Westerwald gratuliert Klaus Lütkefedder

„Wir wünschen Klaus Lütkefedder für seine verantwortungsvolle Aufgabe viel Kraft und eine glückliche Hand. Viele unserer Anliegen verbinden uns mit dem neuen Landrat. Nun geht es darum, diese Gemeinsamkeiten mit Leben zu füllen und den Westerwaldkreis mutig weiterzuentwickeln“, erklärt FDP-Kreisvorsitzende Jana Gräf.

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Konzertreihe im Keramikmuseum geht weiter

Klassische Saxophonklänge verzaubern in Höhr-Grenzhausen
Nach der Sommerpause meldet sich die Konzertreihe des Freundeskreises der Kreismusikschule Westerwald mit einem besonderen musikalischen Erlebnis zurück: Am Sonntag, 6. September, laden Alexandra von Hammel-Herche und Christoph Herche (beide Saxophon) sowie Marina Jekel (Klavier) zu einem stimmungsvollen Konzert ins Keramikmuseum nach Höhr-Grenzhausen ein. Auf dem Programm stehen französische Originalkompositionen für diese Besetzung ebenso wie Werke von George Gershwin und Astor Piazzolla. Unter dem Titel „Pas des deux pour saxophone“ entfaltet sich dabei ein facettenreiches musikalisches Spektrum.
Das Konzert beginnt um 11 Uhr im Keramikmuseum Westerwald, Lindenstraße 13, in Höhr-Grenzhausen. Der Eintritt ist frei. Über Spenden zugunsten der Arbeit der Kreismusikschule Westerwald freut sich der Freundeskreis sehr. (Westerwaldkreis) 

Letztes Kurkonzert in Bad Marienberg für 2026

Am Sonntag, den 06. September findet das letzte Kurkonzert in Bad Marienberg statt. Von 16:00 bis 17:00 Uhr spielt die Stadtkapelle Betzdorf im Kurpark Bad Marienberg.

Die Kulisse des Musikpavillons im Kurpark bietet dabei den perfekten Rahmen für einen entspannten Nachmittag voller Musikgenuss. Gerne können Getränke zum Konzert mitgebracht werden.

Die Bad Marienberger Gastronomie freut sich darauf, die Konzertbesucher vor oder nach dem Kurkonzert zu bewirten.

Der Eintritt ist frei. (VG Bad Marienberg) 

„Christmas Singers 2.0“ starten am 11.09.2026

MGV Höhr e.V.: Proben
Nach dem erfolgreichen Start des gemischten Projektchores im letzten Jahr gehen wir dieses Jahr in
die 2. Runde.
Das neue Projekt soll mit ca. 3-4 modernen und traditionellen weihnachtlichen Liedern zum Erfolg
des Adventssingens am Sonntag, den 20. Dezember beitragen. Der Eintritt ist kostenlos und es wird
für einen guten Zweck gesammelt. Die Spenden verbleiben in unserer Stadt und werden zu 100 %
weitergegeben. Letzte Beispiele waren Förderverein der Schiller-Schule, Kindergarten,
Kinderschutzbund …

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Herbstmodellbahntag im Erlebnisbahnhof Westerburg


Zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungssaison öffnen die Westerwälder Eisenbahnfreunde 44.508 e.V. am Sonntag, 06.09.2026, von 11:00 bis 17:00 Uhr in Westerburg wieder den Lokschuppen des Erlebnisbahnhofs Westerwald zum traditionellen Herbst-Modellbahntag.

Hierzu gehört auch eine große Modellbahnbörse, die auf ca. 150 Metern Standlänge im historischen Lokschuppen am Bahnhof in Westerburg stattfindet. Dort kann nach Herzenslust in einer großen Auswahl an Modellbahnzubehör gestöbert, gekauft und getauscht werden. Auf der großen Spur I Anlage um den historischen Kohlenladekran drehen verschieden Lokomotiven im Maßstab 1:32 zur Freude der Besucher ihre Runden.

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