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Im Herbst 2026 soll mit dem Bau der neuen Lichfield-Brücke begonnen werden. Das hat der Präsident von Hessen Mobil, Heiko Durth, dem Magistrat der Stadt Limburg nun in einem Schreiben mitgeteilt. Danach ist mit einer Bauzeit von fünf Jahren zu rechnen. Das Schreiben aus Wiesbaden wurde den Stadtverordneten in ihrer jüngsten Versammlung nun zur Kenntnis gegeben.

Der Präsident von Hessen Mobil weist in dem Schreiben darauf hin, dass der Baubeginn im Herbst 2026 nach dem jetzigen Planungs- und Vorbereitungsstand vorgesehen ist. Das bestehende Bauwerk, seit Dezember 1968 unter Verkehr, verfügt über zwei voneinander getrennte Baukörper, für jede Richtungsfahrbahn gibt es ein separates Bauwerk. Vorgesehen ist demnach, zunächst ein Bauwerk abzureißen und den Verkehr über das zweite Bauwerk zu führen.

Nach Angaben von Heiko Durth werden für den Abriss und den Bau des neuen Brückenteils einschließlich der Geh- und Radwegebrücke rund zweieinhalb Jahre benötigt. Der Verkehr wird anschließend auf das neu errichtete Teilstück verlagert, um dann Abriss und Neubau der zweiten Brückenhälfte vorzunehmen. „Das Gesamtbauwerk wird in der zweiten Jahreshälfte 2031 dem Verkehr übergeben werden können“, heißt es in dem Schreiben an die Stadt. „Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Zielsetzung in vollem Umfang unterstützen würden“, beschließt der Präsident von Hessen-Mobil sein Schreiben.

Mit seinem Schreiben reagiert Heiko Durth auf eine Bitte der Stadt, belastbare Planungsgrundlage zur Verfügung zu stellen. Der Magistrat hatte vor dem Hintergrund einer möglichen Bewerbung für die Ausrichtung des Hessentags für das Jahr 2027 die Fachabteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen um konkrete Aussagen zur Dringlichkeit der Erneuerung der Brücke sowie zum voraussichtlichen Zeitraum der Bauausführung gebeten. Als verantwortliche Landesstraßenbehörde hat Hessen Mobil die aktuellen Fakten zusammengetragen.

An der Dringlichkeit einer Erneuerung bestehen demnach keine Zweifel. Wie es in der Mitteilung an die Stadt heißt, lässt der bauliche Zustand der Brücke einen ordnungsgemäßen Betrieb nur aufgrund von regelmäßigen Sonderprüfungen zu. Diese werden mit hohem Aufwand durchgeführt, um die sichere Nutzung des Bauwerks zu gewährleisten. Aktuell gibt es eine Lastenbeschränkung auf 44 Tonnen, so dass die Brücke für genehmigungspflichtigen Schwerverkehr nicht mehr zur Verfügung steht. Angesichts des Schadensbildes könne nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Einschränkungen in der Befahrbarkeit vorgenommen werden müssen. „Daraus resultiert die Notwendigkeit, das Bauwerk schnellstmöglich zu ersetzen“, schreibt der Präsident von Hessen Mobil.

Bis Mitte 2020 galt ein Beginn der Arbeiten für eine neue Brücke im Jahr 2022 als gesetzt, allerdings kam es dann im Rahmen der laufenden Planungen und Vorabstimmungen zu Schwierigkeiten, die einen Baubeginn erst in 2024 oder 2025 möglich werden ließen. Hierbei geht es auch um die Nutzung von Trinkwasserbrunnen, die im Bereich der neuen Pfeiler liegen. Mitte 2021 wurde der anvisierte Start für die Arbeiten dann auf 2026 verschoben.

Während der ersten Bauphase wird dem Verkehr nach den bisherigen Planungen jeweils nur eine Richtungsfahrbahn über die Lahn zur Verfügung stehen, wird das neu errichtete Teilbauwerk dann genutzt, kann der Verkehr über drei Fahrspuren laufen. Bei der letzten großen Sanierung der bestehenden Brücke wurden ebenfalls drei Fahrspuren zur Verfügung gestellt, die dann alternierend genutzt wurden: morgens zwei Spuren für die Fahrt in die Stadt und eine in die Gegenrichtung, nachmittags und abends dann zwei Spuren für den Verkehr, der die Stadt verlässt. (Quelle Stadt Limburg)