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Im Mai ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen in Rheinland-Pfalz erneut unter die symbolträchtige Marke von 100.000 gesunken. Das teilten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktzahlen mit. Danach waren im Mai in Rheinland-Pfalz 97.960 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind rund 2.270 weniger als im April und rund 6.920 weniger als noch im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Im Mai des Vorjahres lag sie bei 4,8 Prozent.

„Der Boom am rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort. Diese erfreuliche Entwicklung müssen wir auch dazu nutzen, um frühzeitig die Weichen zur Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug zu stellen. Im Hinblick auf den schon bestehenden und in Zukunft weiter zunehmenden Fachkräftebedarf wollen wir ungenutzte oder noch nicht ausreichend genutzte Potenziale, insbesondere bei den Zielgruppen der Frauen und der Älteren aktivieren und fördern“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Arbeitsministerin Bätzing-Lichtenthäler erläuterte in diesem Zusammenhang, dass als Ergebnis eines im April dieses Jahres veröffentlichten Aufrufs bislang 35 arbeitsmarktpolitische Projekte für erwerbsfähige Frauen und Ältere (50+) im SGB II-Leistungsbezug für eine Förderung ausgewählt wurden, die zwischen dem 1. Juli und dem 1. November 2018 starten.

Davon haben 27 Projekte für erwerbsfähige Frauen im SGB II-Leistungsbezug zum Ziel, die Teilnehmerinnen mittels Beratung, Betreuung und Qualifizierung zu motivieren und somit ihre Chance auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Neben einer persönlichen und sozialen Stabilisierung sollen sie auch ihre persönlichen Kompetenzen und berufsfachlichen Kenntnisse erweitern. Die acht Projekte, die sich an ältere Leistungsbeziehende im SGB II über 50 Jahre richten, haben zum Ziel, sie in Beschäftigungsverhältnisse zu integrieren und somit Altersarmut vorzubeugen und ihre soziale Teilhabe zu stärken. Außerdem sollen die Projekte zu einem Bewusstseinswandel beitragen und Arbeitgeber für die Einstellung von Älteren sensibilisieren.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Projekte liegen in den Bereichen Vermittlung beruflicher Qualifikationen und Softskills, Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche, Vermittlung und Begleitung in Praktika sowie in der Unterstützung bei der Ausbildungs- und Arbeitsstellensuche. Alle Projekte zielen darüber hinaus darauf ab, geringfügige Arbeitsverhältnisse in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln.

„Wir fördern diese Projekte mit 3,5 Millionen Euro aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes und ergänzen hiermit die Angebote des Europäischen Sozialfonds (ESF), insbesondere die ESF-Förderansätze ‚Perspektiven eröffnen‘ und ‚Bedarfsgemeinschaftscoaching‘“, so Bätzing-Lichtenthäler abschließend.