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Die Verbandsgemeindewerke Montabaur stellen die Wasserversorgung im südlichen Versorgungsgebiet rund um die Orte Welschneudorf, Oberelbert und Niederelbert sowie Gackenbach, Horbach und Hübingen neu auf. Oberhalb von Welschneudorf entsteht ein neuer Hochbehälter. Er wird zum Knotenpunkt im Leitungsnetz und muss entsprechend angeschlossen werden. Deshalb werden über zehn Kilometer neue Transportleitungen verlegt – hinunter in die Ortslage von Welschneudorf und hinüber zur Montabaurer Höhe. Dort an „Thiels Hütte“ ist das Zentrum eines interkommunalen Projekts: Die Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Montabaur, Ransbach-Baumbach und Wirges errichten einen neuen gemeinsamen Hochbehälter und eine Transportleitung ins Rheintal bei Vallendar, um Trinkwasser aus der Rheinebene zu beziehen als Ergänzung zu den eigenen Ressourcen.

Neue Transportleitungen
Um den künftigen großen Hochbehälter Welschneudorf ins Leitungsnetz zu integrieren, werden zahlreiche neue Wasserleitungen gebaut. Eine Trasse führt hinunter in die Ortslage von Welschneudorf. Hier werden nicht nur Wasserleitungen verlegt, sondern auch Leitungen für Strom und Internet, um den künftigen Hochbehälter zu versorgen. Eine weitere, fast 10 Kilometer lange Transportleitung führt zur Montabaurer Höhe, zum Standort „Thiels Hütte“. Die neue Leitung wird in drei Bauabschnitten erstellt: Sie führt zunächst Richtung Oberelbert, biegt dann nordwestlich ab und verläuft einige Kilometer unter der L329, kreuzt die B49 und kommt beim Hochbehälter „Montabaurer Höhe“ an. Von dort folgt das letzte Teilstück bis zum künftigen Hochbehälter „Thiels Hütte“, den die vier Verbandsgemeinden gemeinsam errichten. Die neuen Leitungen werden ausschließlich in bestehenden Forst- und Wanderwegen verlegt, um den Eingriff in die Natur möglichst gering zu halten. Bei Welschneudorf haben die Arbeiten bereits begonnen, die „Ankunft“ am Standort „Thiels Hütte“ ist in 2028 vorgesehen.

Der neue Hochbehälter Welschneudorf
Der neue Hochbehälter wird oberhalb von Welschneudorf wenige Meter über dem kleinen alten Hochbehälter in den Hang gebaut. Das Baufeld ist bereits angelegt, die Arbeiten beginnen je nach Witterung noch in diesem Jahr. Der Standort liegt 475 Meter über NN. Zum Tal hin wird nur die Giebelseite des Gebäudes zu sehen sein, die Wasserkammern werden von Erdreich überdeckt. Es werden zwei Betonkammern mit einem Volumen von je 1.000 Kubikmetern errichtet sowie eine moderne Wasseraufbereitungsanlage. Der neue Hochbehälter kostet ca. 3,0 Mio. ohne Wasseraufbereitung-Anlage, die die Verbandsgemeindewerke Montabaur tragen. Der neue Hochbehälter wird künftig die veralteten Anlagen in Welschneudorf, Hübingen, Horbach/Gackenbach und Oberelbert ersetzen. Außerdem wird eine neue Verbindungsleitung zum Versorgungsnetz der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau errichtet, damit sich die Nachbarn bei Wasserknappheit gegenseitig aushelfen können.

Der neue Hochbehälter „Thiels Hütte“
In einem gemeinsamen Projekt haben sich die Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Montabaur, Ransbach-Baumbach und Wirges auf den Weg gemacht, um die Wasserversorgung für ihre Bürger und Unternehmen langfristig zu sichern. Sie bauen eine Transportleitung von Vallendar zum Standort „Thiels Hütte“, um Wasser aus der Rheinebene in den südlichen Westerwald zu bringen. Kooperationspartner der vier Kommunen sind die Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein, die zur EVM-Gruppe gehören. An „Thiels Hütte“ entsteht ein neuer Hochbehälter, der als Drehkreuz fungiert und das ankommenden Trinkwasser auf die vier Verbandsgemeinden verteilt. Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen. Der neue Gemeinschaftsbehälter und die zugehörigen Transportleitungen zu den jeweiligen Versorgungsnetzen werden zu 80% vom Land gefördert.

Weitere Bauabschnitte
Wenn in drei bis fünf Jahren die neuen Hochbehälter und Transportleitungen gebaut und angeschlossen sind, beginnen die Verbandsgemeindewerke Montabaur mit dem Umbau der Wasser-Infrastruktur in den Ortsgemeinden Welschneudorf, Oberelbert und Niederelbert sowie in den Buchfinkengemeinden Gackenbach, Horbach und Hübingen. Hier werden alte Transportleitung erneuert oder neue Trasse gebaut. Schritt für Schritt werden die veralteten Hochbehälter Welschneudorf, Hübingen, Horbach/Gackenbach und Oberelbert vom Netz stillgelegt, denn ihre Funktion übernimmt dann der zentrale neue Hochbehälter oberhalb von Welschneudorf.

App „infraMessage“ informiert über Sperrungen
Im Zuge der Bauarbeiten müssen immer wieder Forst- und Wanderwege gesperrt werden; auch die Andienung der Baustellen für die beiden neuen Hochbehälter ist mit Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer im Wald verbunden. Über die App „infraMessage“ können Sie die Bauaktivitäten verfolgen und die Bereiche bzw. Wegabschnitte ablesen, die aktuell nicht passierbar sind. Betroffen sind zeit- und abschnittsweise auch die Wanderwege „Köhlerrunde“ und die Wäller Tour „Elberthöhen“. Laden Sie hier die App herunter. (VG Montabaur)