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Nominiert für „Jugend entscheidet!“: Die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) startet bald in die Vorbereitungen zum 18-Monate-Intensivprogramm
Vor wenigen Tagen ging die Zusage für das Förderprogramm der Hertie-Stiftung ein. Damit ist Hamm (Sieg) die dritte Kommune, die aus Rheinland-Pfalz ausgewählt wurde. Für die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) eröffnet die „Jugend entscheidet!“ neue Chancen in der Jugendarbeit.

Hamm (Sieg). Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Ressourcen für die Arbeit mit Jugendlichen aus der Kommune hatte die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) vor einiger Zeit an dem Bewerbungsverfahren zu „Jugend entscheidet!“ teilgenommen. Dazu hatte Bürgermeister Dietmar Henrich unter anderem bereits die Vision der Kommune für das Programm vorgestellt. „Wir möchten fürs Mitmachen begeistern und die Jugendbeteiligung ausbauen, festigen und verstetigen. Dabei lassen wir die jungen Menschen bei der Umsetzung nicht alleine, sondern wollen sie im besten Sinne unterstützen, sodass sich Tatendrang und Erfahrungsschatz konstruktiv ergänzen können“, erklärt er. „Auf diese Weise wollen wir nicht nur der Politikverdrossenheit im ländlichen Raum etwas entgegensetzen, sondern vor allem einen positiven Ausblick auf die Gestaltungsmöglichkeiten in einer Demokratie aufzeigen.“

„Jugend entscheidet!“ verfolgt die Philosophie, dass auch und insbesondere die Einbindung junger Stimmen in das politisch-gestalterische Geschehen zur Entwicklung eines Ortes beitragen kann. Vor diesem Hintergrund sollen Verwaltung, Verbandsgemeinderat und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren zusammenkommen, um innerhalb der Programmlaufzeit von 18 Monaten ein Projekt zu realisieren. Außerdem erhält der Beteiligungsprozess einen Sachkostenzuschuss und eine begleitende Qualifizierung und Beratung. Auf diese Weise werden auch Grundlagen für die Einrichtung längerfristiger Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen.

Die Vorbereitungen zu „Jugend entscheidet!“ starten bereits Ende September. Daher möchte die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) dazu animieren mit dem „Brainstormen“ und Konkretisieren guter, junger Ideen nicht zu lange zu warten. Natürlich können sich alle Interessierten zwischen 12 und 17 Jahren individuell Gedanken machen, aber natürlich auch direkt im Verbund mit anderen, etwa Schulkamerad:innen oder Freunden, die in der Verbandsgemeinde wohnen. Zu gegebener Zeit wird dann ein entsprechender Aufruf zur Beteiligung folgen.
Die Federführung zur Umsetzung des Programms wird beim Sozialamt bzw. bei den Bürgerdiensten der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) liegen. „Ich bin gespannt, was Jugend entscheidet bei uns bewirkt“, erklärt Tim Ehrlich als Koordinator aus der Verwaltung und Fachgebietsleiter. „Wir gehen mit der richtigen Motivation an die Sache heran.“

Ein Vorteil, welcher der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) zu Gute kommen dürfte, ist die bereits vorhandene Vernetzung von Strukturen der Hilfs- und Entwicklungsangebote für Kinder und Jugendliche. So wurde etwa vor mehreren Jahren eine Stelle rund um Streetwork und aufsuchende Jugendarbeit eingerichtet. Streetworker Noel Schuller wiederum gestaltet einen wichtigen Aufenthaltsort für Jugendliche in Hamm (Sieg), das Evangelischen Jugendzentrum, durch Workshops und regelmäßige Anwesenheiten mit. Gleichzeitig besteht ein gut gepflegter, regelmäßiger Kontakt zwischen Verwaltung, Streetworker und der weiterführenden Schule im Ort (IGS Hamm (Sieg)). Auf dieser Basis entstehen immer wieder Kooperationen, die zum Ziel haben, junge Menschen zu befähigen und in die lokale Entwicklung miteinzubeziehen.

„Nun hoffen wir natürlich auch auf Zuspruch aus den Reihen der Jugendlichen für dieses Projekt“, erklärt Bürgermeister Henrich. „Aber ich bin guten Mutes – immerhin haben wir die Zukunft unserer schönen Kommune im Sinn und freuen uns, neue Wege zu gehen. Wir sind bereit für „Jugend entscheidet!““ (VG Hamm/Sieg)