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Im Jahr 2006 hat sich durch das herausragende Engagement einer
Handvoll Menschen im rheinland-pfälzischen Katastrophenschutz ein
außergewöhnlicher Zusammenschluss gebildet: Die
„Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz in
Rheinland-Pfalz“ bündelt die gesamte Stärke der fünf
Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebens-
Rettungs-Gesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe
und Malteser Hilfsdienst. Am heutigen Donnerstag hat die
Arbeitsgemeinschaft ihr 20-jähriges Bestehen in Mainz gefeiert.


Was vor 20 Jahren mit einem ersten Austausch und einer gemeinsamen
Vision begann, hat sich zu einer etablierten und schlagkräftigen
Interessenvertretung der Hilfsorganisationen im rheinland-pfälzischen
Katastrophenschutz entwickelt. Die AG HiK bringt die unterschiedlichen
Perspektiven der Organisationen zusammen, formuliert gemeinsame
Positionen und Forderungen und schafft Raum für den kontinuierlichen
Austausch. Auch im Einsatzfall übernimmt die AG eine wichtige Funktion: Bei
größeren Schadenslagen bündelt sie die Ressourcen der beteiligten
Hilfsorganisationen, um gemeinsam schnell und wirkungsvoll handeln zu
können. In größeren Einsatzlagen entsendet die AG HiK eine
Verbindungsperson ins Lagezentrum des Landesamtes für Brand- und
Katastrophenschutz und kommt selbst mit ihrer Leitungsgruppe zusammen,
die die Einsatzkräfte der gesamten „weißen Schiene“ koordiniert und steuert.
Dieser Zusammenschluss ist in seiner Form deutschlandweit einzigartig. 
„Was in den vergangenen 20 Jahren geschaffen wurde, kann die fünf
Hilfsorganisationen nicht nur stolz machen, sondern stellt auch eine enorme
Entwicklung des gesamten Katastrophenschutzes in Rheinland-Pfalz dar.
Auch und insbesondere durch herausfordernde Einsatzlagen in der jüngsten
Vergangenheit haben wir uns noch einmal deutlich weiterentwickelt.
Einsatzlagen verändern sich stetig. Durch unser gebündeltes Know-how und
durch die Kombination unserer Fähigkeiten können wir jederzeit schnell,
flexibel und professionell auf sich verändernde Bedingungen reagieren.
Deutlich ist auch, dass es uns durch die AG HiK gelungen ist, den Anliegen
der Hilfsorganisationen mehr Gehör zu verschaffen.“, so Gründungsmitglied
und der aktuelle Vorsitzende der AG Hilfsorganisationen im
Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz, Rainer Hoffmann.
Zur Akademischen Feier zum 20. Jubiläum der AG HiK sind am heutigen
Donnerstag sowohl Vertreter*innen aller Hilfsorganisationen und des Landes
Rheinland-Pfalz als auch Freund*innen, Partner*innen und
Wegbegleiter*innen in der Eventlocation „Esszimmer“ des rheinland-
pfälzischen Landtages in Mainz zusammengekommen. Nach den
Grußworten der jeweiligen Verbandsspitzen wurden wichtige Meilensteine
aus 20 Jahren gemeinsamer Arbeit beleuchtet. Gleichzeitig stand die Frage
im Fokus, wie sich der Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz angesichts
neuer Herausforderungen weiterentwickeln muss und welche Rolle die AG
dabei künftig einnimmt.
Das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz gab Einblicke in aktuelle
Entwicklungen und die jüngsten strukturellen Veränderungen auf
Landesebene. Daran anknüpfend richtete die AG HiK den Blick auf ihre
eigene Zukunft: Dabei ging es unter anderem um die weitere
Zusammenarbeit mit dem Land, aktuelle Forderungen der Hilfsorganisationen
und die Frage, wie die gemeinsame Stimme der fünf Organisationen auch
künftig wirkungsvoll für einen leistungsfähigen Katastrophenschutz in
Rheinland-Pfalz eingesetzt werden kann.
20 Jahre AG HiK stehen nicht nur für einen erfolgreichen gemeinsamen Weg,
sondern auch für die Überzeugung, dass die Herausforderungen im
Katastrophenschutz am besten gemeinsam bewältigt werden können. Mit
fünf starken Hilfsorganisationen, einer gemeinsamen Stimme und dem Blick
nach vorn will die AG HiK auch in Zukunft ihren Beitrag dazu leisten, dass
Rheinland-Pfalz auf Krisen und Katastrophen gut vorbereitet ist.
Anlässlich ihres Jubiläums bedankt sich die Arbeitsgemeinschaft bei allen,
die sie in den vergangenen 20 Jahren begleitet, unterstützt und gemeinsam
mit ihr den Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz weiterentwickelt haben.
Ein besonderer Dank gilt dem Land Rheinland-Pfalz für die stets
vertrauensvolle Zusammenarbeit. (DRK RLP)