Drei Bürger mit Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet
Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl ihrer Mitmenschen sind drei Bürger des Westerwaldkreises mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung war vom damaligen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer verliehen worden. Im Rahmen einer Feierstunde im Kreishaus in Montabaur überreichte die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland die Ehrennadeln an Horst Buchner aus Rennerod-Emmerichenhain, Sieghart Möller aus Niedererbach und Klaus Sauer aus Härtlingen.
„Es ist mir eine besondere Freude, heute Menschen zu ehren, die über viele Jahrzehnte Verantwortung übernommen und ihre Heimatgemeinden mit außergewöhnlichem Einsatz geprägt haben“, sagte Gabriele Wieland. „Ihr Wirken zeigt eindrucksvoll, dass Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Einsatz das Fundament unserer Gesellschaft bilden. Dafür gebührt Ihnen unser aller Dank und höchste Anerkennung.“
Sie betonte, dass ehrenamtliches Engagement nicht selbstverständlich sei: „Wer seine Zeit, seine Erfahrung und seine Kraft so beständig in den Dienst der Gemeinschaft stellt, verdient Respekt und Wertschätzung. Sie sind Vorbilder für viele Menschen – weit über die Grenzen Ihrer Heimatorte hinaus.“
An der Feierstunde nahmen neben Familienangehörigen auch Vertreter der jeweiligen Verbands- und Ortsgemeinden sowie die Personen teil, die die Auszeichnung vorgeschlagen hatten.
Horst Buchner aus Rennerod-Emmerichenhain
Mit der Ehrennadel wurde zunächst Horst Buchner aus Rennerod-Emmerichenhain gewürdigt. Seit mehr als sechs Jahrzehnten schlägt sein Herz für den „FC Westerwaldia Emmerichenhain 1915“. Bereits als Kind trat er dem Verein bei und engagierte sich später über viele Jahre hinweg als Jugendwart sowie in unterschiedlichen Vorstandsämtern.
Zu den Meilensteinen seines Wirkens zählen unter anderem die Mitwirkung bei der Gründung der „SG Hoher Westerwald“ im Jahr 2014 sowie die Organisation der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum ein Jahr später. Noch heute steht er dem Verein mit Rat und Tat zur Seite und gilt als geschätzter Ansprechpartner.
Seine ehrenamtliche Tätigkeit reicht jedoch weit über den Sport hinaus. Horst Buchner engagiert sich im Jagdgenossenschaftsverband Rennerod, unterstützt die Kirchengemeinde Emmerichenhain und verantwortet die Initiative „Hilfe am Grab“. Als Gründungsmitglied der „Gartenfreunde Hoher Westerwald“ gibt er sein umfangreiches Wissen weiter und begeistert bereits die jüngste Generation für Natur und Landwirtschaft. So unterstützt er unter anderem den Kindergarten Regenbogen Emmerichenhain beim Projekt „AckerRacker“.
„Horst Buchner versteht Ehrenamt als lebenslange Aufgabe. Mit seiner Tatkraft, seiner Erfahrung und seiner Hilfsbereitschaft hat er unzählige Menschen unterstützt und wichtige Impulse für das Gemeinwesen gesetzt“, sagte Gabriele Wieland.
Sieghart Möller aus Niedererbach
Für sein außergewöhnliches Wirken in Niedererbach erhielt Sieghart Möller die Auszeichnung. Zwei Jahrzehnte lang führte er den Förderverein „Unser Dorf hat Zukunft Niedererbach 2006“ als Erster Vorsitzender. Seit März dieses Jahres bringt er sich dort als Zweiter Beisitzer ein.
Unter seiner maßgeblichen Mitwirkung wurden zahlreiche Projekte verwirklicht, darunter die Sanierung eines gemeindeeigenen Hauses sowie der Neubau eines Bildstöckchens an der Einfahrt zum ehemaligen Pfarrhof. Während der Corona-Pandemie initiierte er eine Nachbarschaftshilfe, die bis heute Menschen im Ort unterstützt.
Darüber hinaus engagierte sich Sieghart Möller als Jugendbetreuer beim Sportverein Niedererbach und wirkt in der so genannten „Communalen Truppe“ mit, die Pflege- und Instandhaltungsarbeiten in der Ortsgemeinde übernimmt. Mit großem Organisationstalent trug er unter anderem als Mitglied im Kirmes- und Fastnachtsausschuss zum Erfolg zahlreicher Veranstaltungen bei, darunter die Jubiläumskirmes 2006 und die Feierlichkeiten zum 725-jährigen Ortsjubiläum.
Auch die Gründung einer Boule-Gruppe im Jahr 2023 sowie die Planung und Umsetzung des dazugehörigen Boule-Platzes gehen wesentlich mit auf seine Initiative zurück. Parallel dazu engagierte er sich über zwei Jahrzehnte kommunalpolitisch im Ortsgemeinderat und war jeweils zehn Jahre Erster beziehungsweise Zweiter Beigeordneter.
„Menschen wie Sieghart Möller zeigen, wie viel durch Eigeninitiative, Zusammenhalt und Beharrlichkeit erreicht werden kann. Sein Wirken hat Niedererbach nachhaltig geprägt und vielen Projekten den Weg bereitet“, betonte die Erste Kreisbeigeordnete Wieland.
Klaus Sauer aus Härtlingen
Mit der Ehrennadel würdigte das Land Rheinland-Pfalz das nahezu fünf Jahrzehnte währende Engagement von Klaus Sauer für die Freiwillige Feuerwehr Härtlingen. Seit 48 Jahren gehört er den Aktiven an und hat die Entwicklung der Wehr maßgeblich mitgestaltet. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für die Nachwuchsgewinnung sowie die erfolgreiche Förderung von Frauen im Feuerwehrdienst. Heute liegt der Anteil der Feuerwehrfrauen in Härtlingen bei nahezu einem Viertel der aktiven Mitglieder.
Ebenso prägend war sein Wirken im Verein „Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Härtlingen“, den er seit mehr als 40 Jahren unterstützt. Von 1992 bis 2017 führte er den Verein als Erster Vorsitzender, anschließend neun Jahre als Zweiter Vorsitzender. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Härtlinger Oktoberfest zu einer weit über die Region hinaus bekannten Traditionsveranstaltung und gehört zu einem der ersten Oktoberfeste im Westerwaldkreis. Die Erlöse kommen sozialen Projekten, gemeinnützigen Organisationen und der Ausstattung der Feuerwehr zugute.
Auch kommunalpolitisch brachte sich Klaus Sauer ein. Zehn Jahre lang gehörte er dem Ortsgemeinderat an und wirkte im Rechnungsprüfungsausschuss der Ortsgemeinde Härtlingen mit.
„Klaus Sauer hat über Jahrzehnte Verantwortung übernommen und Generationen von Feuerwehrangehörigen begleitet. Sein Einsatz verbindet Gemeinsinn, Verlässlichkeit und Zukunftsorientierung in besonderer Weise“, sagte Gabriele Wieland.
Beispielhaft für die vielen Ehrenamtlichen
Mit der Verleihung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz erfahren drei Persönlichkeiten eine verdiente Würdigung, deren jahrzehntelanger Einsatz das gesellschaftliche Leben im Westerwaldkreis bereichert und gestärkt hat. Ihr Engagement steht beispielhaft für die vielen Ehrenamtlichen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen und damit einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwohl leisten. (Westerwaldkreis)



