Kirchen/Hachenburg. „Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie viel wir schon erreicht haben.“ Nach einem Jahr Hebammenzentrale Westerwald mit den beiden Ambulanzen in Kirchen und Hachenburg gehen bei den drei Koordinatorinnen Katharina Bonn, Sarah Fereg und Steffi Rex alle Daumen hoch. Auch vom Land Rheinland-Pfalz, das zusammen mit dem Landkreis Altenkirchen und dem Westerwaldkreis sowie den Verbandsgemeinden Hachenburg und Kirchen die Finanzierung des gemeinsamen Projektes trägt, kommt eine positive Rückmeldung.
Die Hebammenzentralen im Land sind ein zunehmend wichtiger Faktor in der Versorgung von Frauen und jungen Familien. Deshalb wird die Projektlaufzeit auch bis Ende 2028 verlängert - ab dann soll es eine langfristige Finanzierungslösung geben, so die Aussage aus Mainz. Gute Nachrichten also für das Team der Hebammenzentrale, vor allem aber für viele Frauen aus der Region.
Über 350 Frauen haben allein im ersten Jahr auf der Suche nach einer Hebamme die Hebammenzentrale kontaktiert, hinzu kommen noch Anfragen von Frauen mit akuten Beschwerden auf der Suche nach einem Kurs oder einem Frauenarzt. Auch Kolleginnen kontaktieren bei Fragen die Hebammenzentrale. „Es ist schön zu sehen, dass sich die ganze Arbeit, die auch schon vor dem Start in das Projekt gesteckt wurde, gelohnt hat,“ betonen die Koordinatorinnen. Wer noch auf der Suche nach einer Hebamme ist, kann Kontakt aufnehmen über die Homepage www.hebammenzentrale-westerwald.de oder unter 0151 40797883 anrufen.
Eine Bewährungsprobe folgt wieder in den kommenden Monaten, sind in den Sommerferien doch viele Hebammen im Urlaub oder müssen die Betreuung ihrer eigenen Kinder sicherstellen. Hier wird die Bedeutung der Hebammenambulanzen nochmals besonders deutlich. Gab es doch allein im ersten Jahr in den beiden Ambulanzen bereits über 500 Termine vor Ort. Die Kontaktaufnahme ist denkbar einfach: Entweder die Seiten www.hebammenambulanz-hachenburg.de oder www.hebammenambulanz-kirchen.de besuchen und Termine online buchen.
In Hachenburg werden montags, mittwochs und samstags Sprechstunden angeboten. In Kirchen ist die Ambulanz bisher nur an zwei Tagen besetzt. „Wir werden aber alles versuchen, um in den Ferien ebenfalls an drei Tagen in der Woche für die Frauen erreichbar zu sein. Dabei würden wir uns über Unterstützung der Hebammen aus dem Umkreis sehr freuen, den auch bei uns im Team kommt der Storch zu Besuch“, berichten die Koordinatorinnen. (Kreis Altenkirchen)



