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Wichtiger Lückenschluss für den Alltagsradverkehr im nördlichen
Westerwald – Überregionale Verbindung von VG Wirges bis Bad
Marienberg und Rennerod rückt näher
Der ADFC Kreisverband Westerwald begrüßt ausdrücklich das Projekt der Gemeinde
Rothenbach für den Ausbau eines ca. 3 km langen Rad- und Wirtschaftsweges
zwischen Rothenbach, Brandscheid und Kaden.


Die Planung wird von der Kreisverwaltung Montabaur, dem Landesbetrieb Mobilität
(LBM) und der Verbandsgemeinde Westerburg unterstützt und soll mit Mitteln aus
dem nationalen GAP-Strategieplan gefördert werden.
Der neue Radweg schließt eine eklatante Lücke im ländlichen Radwegenetz und
schafft eine sichere, attraktive Verbindung zwischen mehreren
Verbandsgemeinden des Westerwaldes.
Er verbindet die Räume Wirges, Selters, Wallmerod, Westerburg, Hachenburg, Bad
Marienberg und Rennerod deutlich besser miteinander und stärkt damit sowohl den
Alltagsradverkehr als auch den touristischen Radverkehr im gesamten nördlichen
Westerwald.
Besonders hervorzuheben ist die Funktion als wichtige Querverbindung: Der Weg
verknüpft die Wäller Seenplatte, das Sieg-, Wied-, Nister- und Elbbachtal sowie die
Region um Lahn und Elbbach.
Er bindet zudem direkt an den bestehenden Radwanderweg Westerburg–Wallmerod
an und ermöglicht so nahtlose Touren durch die gesamte Region.
Ein zentraler Sicherheitsgewinn liegt in der Umgehung der vielbefahrenen
Kreisstraße K78 zwischen Kaden und Rothenbach.
Für Radfahrende, insbesondere für Familien, Schülerinnen und Schüler sowie Pendler,
war diese Strecke bisher eine Zumutung. Der neue, vollständig befestigte und
entwässerte Weg führt abseits des motorisierten Durchgangsverkehrs und schafft
eine sichere, wetterunabhängige Alternative.
Besondere Bedeutung besteht in den Planungen im Bereich Langenhahn / Hahner
Stock: Dort gibt es keine annähernd vergleichbar gute und sichere
Querungsmöglichkeit der B255.
Der geplante Radweg schließt hier eine kritische Lücke im überörtlichen Netz. Die
beteiligten Ortsgemeinden Rothenbach, Brandscheid und Kaden sind teilweise
strukturschwach. Umso erfreulicher ist es, dass bereits umfangreiche Reservierungen für öffentliche
Fördermittel vorliegen. Der Förderantrag sieht Gesamtkosten von rund 913.500 Euro
vor, von denen bis zu 43 % über das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr,
Landwirtschaft und Weinbau gefördert werden sollen.
Der Rest kann hoffentlich durch weitere Förderungen und Eigenmittel der Gemeinden
aufgebracht werden.
Gerade in finanzschwachen ländlichen Kommunen sind solche Förderprojekte
unverzichtbar, um die Mobilitätswende voranzubringen und die Lebensqualität vor
Ort zu steigern.
Der Ausbau entspricht dem Stand der Technik und berücksichtigt sowohl Alltags- als
auch touristische Belange.
Der ADFC Kreisverband Westerwald hofft auf eine positive Bewertung der
weiteren Anträge und auf eine zügige Umsetzung in den Jahren 2026/2027.
Mit diesem Projekt wird der Westerwald einen weiteren wichtigen Schritt hin zu
einem durchgängigen, sicheren und attraktiven Radwegenetz machen – zum Nutzen
der Einheimischen und der Gäste unserer Region.
Der ADFC Kreisverband Westerwald wird sich weiterhin aktiv für den
Lückenschluss im Radwegenetz und für mehr Sicherheit im Alltagsradverkehr
einsetzen. (ADFC Westerwald)