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Kreis Altenkirchen/Betzdorf. Es soll Menschen in und rund um Betzdorf geben, die das „W“ in THW nicht mit „Werk“, sondern mit einem Nachnamen verbinden: Weber. Ulrich Weber! Wie kein Zweiter steht der langjährige Ortsbeauftragte des Ortsverbands Betzdorf für die Hilfsorganisation, sein Name symbolisiert stellvertretend das hohe ehrenamtliche Engagement der „Techniker“ innerhalb der Blaulichtfamilie. Hier leistet das THW im Schulterschluss mit allen anderen Einsatzkräften einen unverzichtbaren Dienst für die Sicherheit und den Schutz der Menschen im Landkreis Altenkirchen.


Angesichts der nunmehr 57-jährigen Mitgliedschaft von Weber im THW und seines nach wie vor ungebrochenen Einsatzes war es dieser Tage für Landrat Dr. Peter Enders eine Freude und Ehre, den gebürtigen Wallmenrother mit der Wilhelm- -Boden-Medaille des Kreises auszuzeichnen. Dabei war der Überraschungseffekt gelungen, denn eigentlich hatte sich Enders „nur“ zu einem Besuch des neuen THW-Domizils im Industriegebiet Bruche angekündigt, um ein gemeinsames Training mit der DRK-Bereitschaft Katzwinkel zu verfolgen.
„Wir würdigen damit außergewöhnliches Engagement, außergewöhnlichen Einsatz und Verdienste um den Landkreis, seine Menschen und das Ehrenamt. Sie sind dort, wo Hilfe oft am schnellsten gebraucht wird: vor Ort, unmittelbar, persönlich“, so der Landrat in seiner kurzen Laudatio. Ihm persönlich sei es sehr wichtig, dass mit dieser selten verliehenden Ehrung gerade auch das Ehrenamt im Kreis gewürdigt werde.
Ulrich Weber, der seit 2013 Ortsbeauftragter ist und zudem lange Zeit als Landesjugendleiter des THW aktiv war, kann auf viele große und kleine Einsätze im In- und Ausland zurückblicken. Auch beim Hochwasser im Ahrtal war das Team ausgerückt, um in der Katastrophe schnelle Hilfe zu leisten. Weber selbst nahm die Ehrung stellvertretend für den gesamten Ortsverband entgegen, denn: „Ohne Zusammenhalt geht es nicht.“
Beim anschließenden Rundgang durch die Hallen und Büroräume zeigte sich Landrat Enders stark beeindruckt von dem, was hier im vergangenen Jahr eingeweiht worden konnte. Nach Jahren der Enge und Improvisation am alten Standort in Scheuerfeld hat das THW eine optimal ausgestattete Unterkunft erhalten, Platz genug für den 52 Köpfe zählenden technischen Zug, die Fahrzeuge, Pumpen und Aggregate. Und genauso beeindruckend war auch die gemeinsame Übung von THW und DRK, bei der einmal mehr das große Know-how und die hohe Leistungsbereitschaft zu erkennen waren. (Kreis Altenkirchen)