Harald Orthey betont Bedeutung für den Westerwaldkreis
Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2026 hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Harald Orthey die große Bedeutung der Bundesmittel für die Städte und Gemeinden im Westerwaldkreis hervorgehoben. Die Städtebauförderung habe in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich dazu beigetragen, das Wohnumfeld vieler Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und städtebauliche Entwicklungen nachhaltig voranzubringen.
Orthey erinnerte daran, dass die Städtebauförderung als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen ein „erfolgreiches Instrument der städtischen Erneuerung“ sei. Sie unterstütze Städte und Gemeinden dabei, auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Veränderungen zu reagieren. „Attraktive Quartiere, lebendige Zentren und ein gutes Miteinander in den Nachbarschaften – all das wird durch die Städtebauförderung ermöglicht“, so der Abgeordnete.
Seit Einführung des Förderprogramms im Jahr 1971 wurden bundesweit mehr als 12.500 Maßnahmen in rund 4.000 Kommunen unterstützt. Der Bund stellte dafür bislang rund 23,9 Milliarden Euro bereit. Für das Jahr 2026 stehen erstmals eine Milliarde Euro Bundesmittel zur Verfügung, bis 2029 soll der Betrag auf 1,58 Milliarden Euro steigen. „Davon profitieren auch die Städte im Westerwaldkreis“, betonte Orthey.
Vielfältige Förderung im Westerwaldkreis
Im Westerwaldkreis flossen in den vergangenen Jahrzehnten über 24 Millionen Euro an Bundesmitteln in unterschiedliche Projekte. Gefördert wurden und werden unter anderem Höhr-Grenzhausen und Wirges im Programm Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten, Montabaur im Programm Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne sowie Bad Marienberg, Hachenburg, Ransbach-Baumbach und Selters im Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten. Auch Rennerod und Westerburg profitierten in der Vergangenheit von Fördermitteln.
Das Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung unterstützt Kommunen dabei, öffentlichen Raum und bauliche Strukturen an neue Bedarfe anzupassen. Im Fokus stehen resiliente Stadtstrukturen, Klimafolgenanpassung sowie die Entwicklung neuer Quartiere auf Brach- und Konversionsflächen.
Mit dem Programm Sozialer Zusammenhalt fördern Bund und Länder lebenswerte Quartiere, stärken Nachbarschaften und verbessern Wohn- und Lebensqualität. Investitionen in Wohnumfeld, Infrastruktur und soziale Teilhabe sollen insbesondere Familienfreundlichkeit und Generationengerechtigkeit stärken.
Das Programm Lebendige Zentren richtet sich an Innenstädte und Ortskerne. Ziel ist es, historische Bausubstanz zu erhalten, Aufenthaltsqualität zu steigern und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen – von Handel über Wohnen bis hin zu Kultur und Begegnung.
„Ein wichtiger Ankerpunkt für alle Menschen“
Orthey unterstrich, dass Quartiere und Stadtteile für die Menschen weit mehr seien als nur Wohnorte: „Sie sind Zuhause und Begegnungsort zugleich.“ Die Städtebauförderung trage entscheidend dazu bei, diese Orte zukunftsfähig zu gestalten und lebendige, vielfältige und soziale Nachbarschaften zu erhalten.
BUZ: Die Stadt Hachenburg wird seit vielen Jahren gefördert. (Karl-Heinz Boll)



