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Werke aus Rhein-Lahn und Westerwald schließen sich geräuschlos zusammen – Mitarbeitende blicken optimistisch auf gemeinsame Zukunft
Westerwaldkreis. Für den sozialen Dienst der Evangelischen Kirche beginnt in der Region ein neues Kapitel: Die Regionale Diakonie Westerwald und die Regionale Diakonie Rhein-Lahn schließen sich zusammen und bündeln als „Regionale Diakonie Westerwald Rhein-Lahn“ ihre Kräfte. Nun haben die Mitarbeitenden den Zusammenschluss gefeiert – mit einem gemeinsamen Frühstück und viel Zeit zum Austausch.

Der Zusammenschluss beider Regionalen Diakonien ist Teil eines mehrjährigen Umstrukturierungsprozesses der Regionalen Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, die an mehr als 200 Standorten in Hessen und Teilen von Rheinland-Pfalz mit sozialen Angeboten vertreten ist. Dieser Prozess sieht unter anderem vor, dass die Zahl der 17 Regionen auf neun reduziert wird.

Wilfried Kehr, Leiter der bisherigen Regionalen Diakonie Westerwald, blickt optimistisch auf diesen Prozess – und auf die gemeinsame Zukunft der Regionalen Diakonie. „Wie schön, dass wir den Westerburger Ratssaal an seine Kapazitätsgrenze bringen“, sagt er und freut sich über die mehr als 100 KollegInnen, die künftig noch enger zusammenarbeiten werden als bisher. Denn das Miteinander beider Regionalen Diakonien war schon immer eng und vertrauensvoll. Das Motto des Tages „Zusammen wachsen“ passt daher. Denn die Schreibweise lässt offen, ob es ums Zusammenwachsen geht oder eben um das gemeinsame Entwickeln, das „zusammen Wachsen“ in der diakonischen Sozialarbeit. „Schon jetzt tauschen sich Mitarbeitende der verschiedenen Arbeitsbereiche fachlich aus, was zu vielen positiven Effekten führt“, sagt Burkhard Struth, bisheriger Leiter in Rhein-Lahn. „In der Zukunft sollen sie noch mehr voneinander profitieren und können sich konzeptionell ergänzen.“
Trotz des Zusammenschlusses bleibt für die Klientinnen und Klienten das Allermeiste beim Alten; selbst für die Mitarbeitenden wird sich nicht viel ändern. „Der kaufmännische Bereich – also die Verwaltung und die Buchhaltung – bildet künftig eine Einheit“, erklärt der Kaufmännische Leiter, Markus Treptow, die Neuerungen. „Dadurch entstehen Synergien, die vieles effizienter machen.“ Ebenso wird es ab Mai nur noch eine gemeinsame Mitarbeitendenvertretung geben.
An der Spitze ändert sich in den kommenden Jahren nichts: Wilfried Kehr und Burkhard Struth bleiben die Leiter; Susanne Aping und Petra Strunk sind weiterhin deren Stellvertreterinnen. „Für unsere Klienten und die Kooperationspartner – beispielsweise die Kommunen, Kirchen, Behörden und sozialen Verbände – bleibt also alles beim Alten. Und das ist wichtig. Uns ist es ein großes Anliegen, dass die regionalen Zuständigkeiten gewahrt bleiben. Wir werden für die Menschen der Region weiter verlässliche Ansprechpartnerinnen sein“, betont Petra Strunk.
Das Leitungsteam ist sich sicher, dass das künftige Miteinander ein gutes wird. Das gemeinsame Frühstück macht ihnen und den KollegInnen Mut für die Zukunft: „Der Morgen war lebendig und kommunikativ“, so Susanne Aping am Ende der Veranstaltung. „So soll‘s für die Regionale Diakonie Westerwald Rhein-Lahn weitergehen.“ (bon) (Evangl. Dekanat WW)