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Kreis Altenkirchen. Und plötzlich öffnet sich erstmals die Tür zur großen, weiten Welt. Was für Erwachsene ein neuer Kontinent, vielleicht auch ein neuer Job sein mag, ist es für Zwei- oder Dreijährige die Kita in der Nachbarschaft. Neu, spannend, ungewohnt. Während die Großen das (in der Regel) schnell bewältigen sollten, ist dieser Schritt für die Kleinen ein gewaltiger. Das Kind und die gesamte Familie dabei zu begleiten und unterstützen, ist eine herausfordernde Aufgabe für pädagogische Fachkräfte.


Die so wichtige Übergangsphase war jetzt zentrales Thema des 17. Fachtags im Rahmen der „Qualitätsentwicklung im Diskurs“ (QiD) in der Kreisverwaltung. Das Kreisjugendamt und das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB) arbeiten seit einigen Jahren gemeinsam mit Trägern und Fachkräften aus dem Kreisgebiet an einer gezielten Weiterentwicklung der Einrichtungen. Gerade diese Fachtage, organisiert von Katrin Schramm, Franziska Sauer und Simon Patt, liefern wertvolle Inputs für die Arbeit im Sozialraum Kita.
„Übergang als Eroberung von Neuland – Familie und Kita-Welt lernen sich kennen“: So war der Vortrag von Referentin Petra Evanschitzky überschrieben. Dabei ließ sie keinen Zweifel daran, dass es sich für alle Beteiligten um eine hochkomplexe Phase handelt, die speziell von den Fachkräften einen „sehr weiten Blick“ erfordert. Im Mittelpunkt steht dabei die Vielfalt der Familien, die es zu berücksichtigen gilt und die jeden Übergang einzigartig macht. In der pädagogischen Praxis kommt daher dem gegenseitigen Kennenlernen des Kindes -das seine ganz eigene Familienkultur mitbringt- und der pädagogischen Fachkräfte eine große Bedeutung zu. Diese gegenseitige Annäherung startet im Idealfall bereits vor der Eingewöhnung in die Kita, da sie die Möglichkeit bietet, Sorgen und Ängste zu nehmen und stattdessen die Vorfreude auf die Kita zu steigern. Das Thema wurde im Abschluss von den Teilnehmenden wieder in verschiedenen Workshops vertieft.
Zu Beginn des Fachtags hatten sowohl Lara Schindler (IBEB) als auch die Fachberatungen der Kreisverwaltung über den aktuellen Sachstand bei QiD informiert. Und selbstverständlich wurden auch diesmal einige „Neuzugänge“ begrüßt. So freute sich Referatsleiter Stephan Wagener, Zertifizierungsurkunden an die Kitas aus Güllesheim, Birnbach und Daaden (kommunal) überreichen zu dürfen (auch die katholische Kita in Kausen wurde zertifiziert). Damit ist die Zahl der Kindertagesstätten im Kreis, die sich diese besondere Qualitätsentwicklung auf die Fahnen geschrieben haben, auf 55 gestiegen. (Quelle Kreis Altenkirchen)