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Garmisch-Partenkirchen/Waldbreitbach – Nach 2025 gewann Joanna Tallmann die längste Distanz des Zugspitz-Ultratrails (ZUT) bereits zum zweiten Mal. Dabei hatte der Lauf aus zwei Gründen zunächst unter keinem guten Stern gestanden.

Die Katastrophe kam nach ca. 98 km. Die Rahmserin Joanna Tallmann lag am 10. April 2026 auf dem aussichtsreichen zweiten Platz beim Istra 100 (Kroatien), bei dem auf 168,2 km Länge 7.140 Höhenmeter zu überwinden waren. Einmal unachtsam gewesen, knickte sie unglücklich um. Resultat: Zwei Bänder in ihrem Fuß waren, zunächst unbemerkt, gerissen. Trotzdem lief sie noch weitere 40 km, bevor das Weiterlaufen endgültig unmöglich wurde und sie aus dem Rennen aussteigen musste.

Nach einer kurzen Unterbrechung jeglicher sportlicher Aktivitäten startete sie in der Heimat schon bald wieder ein Alternativprogramm. Statt zu laufen standen jetzt Radfahren, Stepper und andere Geräte im Neustädter Sportstudio aktiVita auf dem Trainingsplan. Denn für den ZUT, dessen 100 Meilen und 8.496 Höhenmeter sie im vergangenen Jahr überlegen gewinnen konnte, hatte sie sich bereits über die zweitlängste Distanz, die 107 km mit 5.280 Höhenmetern angemeldet.

Zwar konnte sie in der letzten Woche vor dem ZUT bereits wieder 140 km mit zahlreichen Höhenmetern im Training zurücklegen. „Doch macht es bei diesem Trainingsrückstand Sinn“, so die 34jährige Wiedtalerin, „langsamer zu laufen.“ Daher meldete sie sich auf die noch wesentlich längere Distanz von 100 Meilen um. Aber das Wetter machte nicht nur ihr einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund einer Sturmwarnung wurde ihr Lauf vier Stunden vor dem Start um eine ca. 60 km lange Extrarunde gekürzt, sodass die Aufgabe schlussendlich aus 107,5 km mit 5.559 Höhenmetern bestand. Damit war dann doch wieder Tempo angesagt, denn die ehrgeizige Athletin wollte ganz vorne mit dabei sein.

Über die Verkürzung gingen die Meinungen stark auseinander, für Tallmann war sie aus Sicherheitsgründen aber definitiv die richtige Entscheidung. Wahrscheinlich auch für ihren Fuß. Aus den geplanten etwa 25 Stunden und einem langen, heißen Tag um die Zugspitze wurden dann „nur“ 14:26h und ein Finish am Vormittag. Heiß war es trotzdem, besonders in der Nacht sank die Temperatur nicht wesentlich. Doch kam die Zeitverschiebung der Läuferin entgegen, denn sie ist nach eigenem Bekunden sehr gerne durch die Nacht unterwegs.

Glücksgefühle pur dann im Ziel, denn keine Konkurrentin war schneller als sie. Um sagenhafte 1 Stunde und 37 Minuten lag sie vor der Zweitplatzierten. „Und das Wichtigste ist,“ resümierte sie hinterher, „dass wir überhaupt laufen durften und der ZUT nicht abgesagt werden musste.“Im Wiedtal wird sie in den nächsten Wochen zunächst regenerieren und dann voller Tatendurst die nächsten Laufabenteuer angehen.

Informationen zum Lauftreff des VfL Waldbreitbach, der sich immer mittwochs um 18 Uhr am Waldbreitbacher Sportplatz (Jahnstraße) in mehreren Leistungsgruppen trifft, gibt es beim Lauftreffleiter Wolfgang Bernath per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Einen Überblick über das sportliche Angebot des Vereins bietet dessen Internetseite www.vfl-waldbreitbach.de. (VfL Waldbreitbach) 

Kategorie: Sport Regional
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