Müschenbach. Zerstörte Scheiben, beschädigtes Wetterschutzhäuschen und seit Monaten keine sichtbare Verbesserung: Der Zustand des Haltepunkts Hattert in Müschenbach sorgt seit Längerem für Unmut. Nach Beschwerden aus der Bürgerschaft und Hinweisen der Kommune schaltete sich der heimische Bundestagsabgeordnete Harald Orthey ein. Nun hat die Deutsche Bahn reagiert und eine Instandsetzung angekündigt.
Orthey hatte sich bereits im Sommer an die Deutschen Bahn gewandt. Zuvor hatte sich der Abgeordnete selbst vor Ort ein Bild gemacht und die Schäden fotografisch dokumentiert. Insbesondere die zerstörten Glasscheiben des Wartebereichs seien aus seiner Sicht mit einem attraktiven und verlässlichen öffentlichen Nahverkehr nicht vereinbar.
Die Gemeinde Müschenbach mit Ortsbürgermeisterin Birgitta Käckermann konnte nach Angaben Ortheys bereits eine Verbesserung der Beleuchtung im Umfeld des Haltepunkts erreichen. Bei den beschädigten Anlagen selbst sind die Möglichkeiten der Kommune jedoch begrenzt.
Nach einer erneuten Nachfrage Ortheys im September nahm die Bahn nun ausführlich Stellung. Die Schäden seien bekannt, heißt es in der Antwort. Auch die Bahn räumt ein, dass der gegenwärtige Zustand nicht den eigenen Ansprüchen an eine attraktive, sichere und kundenfreundliche Verkehrsstation entspreche. Zuständig für die betroffenen Anlagen sei grundsätzlich die DB InfraGO AG.
Als erhebliches Problem bezeichnet die Bahn den wiederholten Vandalismus am Haltepunkt. Beschädigte Scheiben seien bereits mehrfach ersetzt und anschließend erneut zerstört worden. Besonders gravierend sei ein Vorfall im Jahr 2025 gewesen. Damals wurde nach Angaben der Bahn ein fest verankerter Abfallbehälter aus dem Boden gerissen und gegen die Verglasung eines Wetterschutzhauses geschleudert.
Trotz der wiederholten Beschädigungen will die Bahn den Haltepunkt nun wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzen. Die Erneuerung der fehlenden Verglasungen sei bereits angestoßen worden. Darüber hinaus seien kleinere Verschönerungsmaßnahmen vorgesehen. Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten bis Mitte Oktober 2026 umgesetzt werden.
Die von der Gemeinde Müschenbach verbesserte Beleuchtung begrüßt die Bahn ausdrücklich. Sie könne dazu beitragen, das Sicherheitsempfinden zu erhöhen und Vandalismus einzudämmen. (Karl-Heinz Boll)