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Kreis Altenkirchen/Niederfischbach. Schöner, größer, moderner – und vor allem: artgerechter: Der Tierpark Niederfischbach befindet sich seit knapp zwei Jahren in einer permanenten Metamorphose. Irgendwo wird gerade immer gesägt, geschraubt oder gepflastert. Im Dezember 2024 war das neue Team um den Vorsitzenden Tom Keßler angetreten, dem bald 70 Jahre alten Tierpark konzeptionell und optisch eine Frischzellenkur zu verpassen. Überall sieht man bereits deutliche Fortschritte, die demnächst durch den Bau und die Einrichtung einer Zooschule ihren (vorläufigen) Höhepunkt finden sollen.


Über den aktuellen Planungsstand ließ sich jetzt Landrat Dr. Enders bei einem Besuch in Niederfischbach von Tom Keßler, Parkleiter Gerd Braas und Ortsbürgermeister Dominik Schuh informieren. Die Zooschule ist als barrierefreier Seminar- und Multifunktionsraum einschließlich eines kleines Verwaltungstrakts geplant, in dem außerschulisches Lernen stattfinden kann. Das Department Biologie der Universität Siegen unterstützt das Projekt, sodass Lehramtsstudierende hier künftig praktische Unterrichtseinheiten anbieten können.
Darüber hinaus will und muss der Tierpark in Versorgungsstruktur und Digitalisierung investieren. Gerd Braas berichtete, dass derzeit allein an Stromkosten 1200 Euro pro Monat fällig werden (hier soll eine PV-Anlage Abhilfe schaffen), zudem muss mancher Weg im Winter gar nicht geräumt werden, weil darunter nicht isolierte Heizungsleitungen verlaufen.
Die Finanzierung der Zooschule steht auf soliden Beinen: 500.000 Euro steuert die Else-Schütz-Stiftung bei (Landrat Enders: „Ein Glücksfall für den Westerwald“), 250.000 Euro werden als LEADER-Förderung fließen. Hier wartet der Vorstand nur noch nach einem genehmigten Bauantrag auf grünes Licht seitens der ADD. Die verbleibende Finanzierungslücke wird mit Spenden und Eigenmitteln geschlossen. So hofft Tom Keßler darauf, dass schon im Oktober mit dem Abriss der alten Gebäude begonnen werden kann, als Bauzeit sind eineinhalb Jahre veranschlagt.
Deutlich wurde beim Besuch des Landrats, dass sich der Tierpark sowohl auf viele Ehrenamtliche als auch die Unterstützung von heimischen Firmen verlassen kann. Und diese Hilfe kennt in Niederfischbach keine Grenze: Ob AK-Land, Siegerland, Sauerland oder das Oberbergische: Überall haben die Föschber viele Freunde. Das zeigt sich auch bei den Besuchern. „Beim letzten Kinderfest sind wir fast überrannt worden“, so Gerd Braas. Aber auch die Niederfischbacher selbst wissen, was sie an ihrem Tierpark haben. Ortsbürgermeister Schuh: „Es gibt ein großes Echo in der Bevölkerung, denn alle sehen, dass sich hier etwas tut und zum Positiven verändert.“
„Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, an den Vorstand, die Tierpfleger und die Ehrenamtlichen für den tagtäglichen Einsatz. Der Tierpark ist und bleibt ein Aushängeschild für den Kreis Altenkirchen, und mit den jetzt geplanten Investitionen erfolgt nochmals eine Aufwertung, von der insbesondere Kinder und Jugendliche profitieren werden“, erklärte Landrat Enders abschließend. (Kreis Altenkirchen) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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