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Sperrung im Steinweg ab 10. August

Die Sanierung der unterirdischen Stadtbachverrohrung in Montabaur steht vor dem Abschluss. Knapp 1.600 Meter sind schon geschafft, doch die letzten 20 Meter haben es nochmal in sich, denn es müssen in offener Bauweise zwei neue Rohre eingesetzt werden – und das mitten in der Stadt. Dazu wird ab dem 10. August der Steinweg zwischen der Wilhelm-Mangels-Straße bis einschließlich der Zufahrt zur Tiefgarage Altstadt I komplett für Fahrzeuge gesperrt. Die Maßnahme kann bis zu sechs Wochen dauern.

Die Baumaßnahme
Der letzte noch ausstehende Abschnitt der Stadtverrohrung verläuft quer unter dem Steinweg zwischen dem Gebäude der ehemaligen Kreissparkasse (KSK) und der Einfahrt zum Gerberhof (zwischen Bioladen und Apotheke). Dort wurde bereits 2019 ein Betonbauwerk eingesetzt, das nun als Anschluss für das neue Teilstück dient. Bereits im letzten Sommer wurde der Abschnitt, der unter dem ehemaligen KSK-Gebäude verläuft, händig saniert, also in geschlossener Bauweise. Dabei wurde deutlich, dass das letzte Stück bis zum Betonbauwerk so marode ist, dass die alte Einfassung komplett ersetzt werden muss. Dort werden nun zwei Rohre aus mit Glasfaser verstärktem Kunststoff eingesetzt, beide mit einem Durchmesser von 1,20 Meter. Sie werden an das unterirdische Betonbauwerk angeschlossen. „Wir müssen hier mit zwei Rohren arbeiten, denn ein einzelnes hätte nicht genug Volumen oder es wäre so groß, dass es oben aus der Straße herausgucken würde“, erklärt Projektleiterin Buket Sönmez-Laux von der Verbandsgemeinde Montabaur. „Hinter dem Anschlussbauwerk haben wir wieder genügend Platz, so dass der Stadtbach dort in einem einzelnen Rohr weiterfließt.“ Die aufwendige Maßnahme kostet rund 330.000 Euro, die von der Stadt Montabaur getragen werden. Die Arbeiten führt die Firma Reuscher Tiefbau aus Rennerod durch.

Die Verkehrsführung
Das Baufeld verläuft quer über den Steinweg. Dieser wird daher im Bereich der Zufahrt zur Tiefgarage Altstadt I bis zur Kreuzung Wilhelm-Mangels-Straße komplett für Fahrzeuge gesperrt. Fußgänger können jederzeit passieren, alle Geschäfte, Büros und Praxen in dem Bereich sowie das Briefwahlbüro sind fußläufig zu erreichen. Die Tiefgarage Altstadt I kann weiterhin genutzt werden, die Ein- und Ausfahrt erfolgt ausschließlich über die Hospitalstraße und durch die Tiefgarage Altstadt II. Die Tiefgarage Nord wird während der Bauzeit für den öffentlichen Verkehr gesperrt, weil die Ausfahrtrampe direkt am gesperrten Bereich endet. Der Steinweg kann aus Richtung Kleiner Markt befahren werden, ausnahmsweise in beide Fahrtrichtungen wie bei einer Sackgasse. Der Verkehr aus der Bahnhofstraße wird über den Vorderen Rebstock weitergeleitet.

Die Sanierung der Stadtbachverrohrung
Der Stadtbach verläuft auf einer Länge von gut 1.600 Metern in einem Rohrsystem unter der Montabaurer Innenstadt. Das Rohrsystem ist inzwischen fast 90 Jahre alt. Es wurde offensichtlich in mehreren Phasen angelegt, denn es finden sich verschiedene „Baustile“, wie eine Kamerabefahrung vor Beginn der Sanierung zeigte: In einigen Bereichen gab es 1,5 Meter hohe Röhren aus Beton, andere Teilstücke waren aus Klinker gemauert. In einigen Abschnitten waren die Profile der Röhre rund oder halbrund, an anderen Stellen wieder rechtwinklig – kurz: Es gab kein einheitliches Bild. Die Sanierung wurde deshalb abschnittsweise und je nach örtlicher Gegebenheit teils in offener Bauweise und teils in geschlossener (also händiger) Bauweise durchgeführt. Nun ist das Rohrsystem nach einheitlichen Standards gestaltet. Der erste Abschnitt erfolgte 2017 als der Verkehrskreisel Bahnhofstraße / Alleestraße erneuert wurde, der letzte Abschnitt beginnt am 10. August 2026. Sollte es im Verlauf der Arbeiten zu starkem oder langanhaltendem Regen kommen, wird der Wasserzulauf zum Stadtbach vorrübergehend gesperrt oder zumindest gedrosselt. Das geschieht am Durchlass des Stadtbachs unter der L327 bei Horressen und am Biebrichsbach, der am Schwimmbad vorbei Richtung Innenstadt fließt. In dem Bereich wurde bereits 2018 ein Wiesenbecken angelegt, das durch den auf einem Damm verlaufenden Kappesgärtenweg begrenzt ist und dazu dient, Hochwasser zurückzuhalten.   (VG Montabaur) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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