Lesevormittag im Caritas-Altenzentrum Haus Helena verbindet Kinder, Seniorinnen und Senioren – Hoffnungsbären und Clowndoktoren sorgen für strahlende Gesichter
HACHENBURG. Geschichten verbinden Menschen – ganz besonders dann, wenn Jung und Alt sie gemeinsam erleben. Ganz im Sinne der Caritas-Jahreskampagne „Zusammen geht was – Caritas verbindet Generationen“ fand im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg ein bunter Lesevormittag gemeinsam mit den Vorschulkindern des katholischen Kindergartens St. Marien statt.
Im Mittelpunkt stand das Kinderbuch „Opa Bär hat Demenz“, das Keshia Binder-Theis, Inhaberin der Hähnelschen Buchhandlung in Hachenburg, mitgebracht hatte. Einfühlsam erzählt die Geschichte davon, wie sich das Leben verändert, wenn Oma oder Opa plötzlich vergesslich werden – wenn Schuhe im Kühlschrank landen oder aus Honigkuchen plötzlich „Honigkutschen“ werden. Gespannt lauschten die Kinder ebenso wie die Bewohnerinnen und Bewohner des Haus Helena den liebevoll erzählten Seiten.
Doch die Vorschulkinder kamen nicht allein. Jedes von ihnen brachte einen sogenannten Hoffnungsbären mit. Die kleinen Kuschelbären können in der Hähnelschen Buchhandlung gegen eine Spende erworben werden und werden anschließend liebevoll eingekleidet. Üblicherweise verteilen die Westerwälder Clowndoktoren die Bären bei ihren Besuchen unter anderem an Bewohnerinnen und Bewohner des Haus Helena. Dieses Mal durften jedoch zunächst zwölf Bären den Kindergarten besuchen. Dort wurden sie von den Kindern mit selbst ausgesuchter Kleidung ausgestattet. Außerdem überlegte sich jedes Kind einen Menschen, dem es Trost, Mut oder Hoffnung schenken möchte – und durfte den Bären anschließend genau dieser Person überreichen.
Für eine weitere Überraschung sorgten die Westerwälder Clowndoktoren Jippie Mumpitz und Suseline Glück, die mit viel Humor, Musik und Mitmachaktionen den Saal im Handumdrehen zum Lachen brachten. Ob Ballontennis mit Fliegenklatschen, ungewöhnliche Musikinstrumente oder kleine Zaubertricks – die beiden Clowns begeisterten Kinder und Senioren gleichermaßen. Besonders staunten die kleinen Gäste, als sie mit ihren „positiven Glitzergedanken“ und einer kräftigen Portion Zauberpuste einen hartnäckigen Knoten im Seil wie von Zauberhand verschwinden ließen.
Zum Abschluss bekam jedes Kind eine rote Clownsnase geschenkt und konnte damit gleich die wichtigste aller Fragen selbst ausprobieren: „Wie atmet man eigentlich durch eine Clownsnase?“ Für einige stand danach sogar schon der Berufswunsch fest – Clown oder Clownin.
Der gemeinsame Vormittag zeigte eindrucksvoll, wie Begegnungen zwischen den Generationen Verständnis fördern, Freude schenken und Menschen miteinander verbinden. Ein schönes Beispiel dafür, dass schon kleine Gesten, gemeinsame Geschichten und ein herzliches Lachen Brücken zwischen Jung und Alt bauen können – ganz nach dem Motto: „Zusammen geht was.“ (Caritas WW)