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Moderne Photovoltaik-Anlage spart Energie, Kosten und CO₂
Mit einem symbolischen Knopfdruck hat die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises offiziell in Betrieb genommen. Das Großprojekt wurde mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz realisiert und markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Klimaschutz, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit der Kreisverwaltung.
Im Rahmen des Projekts mit einem Investitionsvolumen von rund 3,3 Millionen Euro entstand eine moderne Stahlkonstruktion mit drei großflächigen Carports, die insgesamt sechs Parkreihen überspannen. Auf deren Dächern wurden 840 Solarmodule mit einer Fläche von insgesamt 1.731 Quadratmetern installiert. Die Anlage erreicht eine Leistung von bis zu 382,2 kWp, um künftig einen großen Teil des Strombedarfs der Kreisverwaltung zu decken. Ein leistungsfähiger Batteriespeicher mit einer Kapazität von rund 450 kWh sorgt dafür, dass überschüssig erzeugte Energie zwischengespeichert werden kann. Unter optimalen Bedingungen lässt sich damit die Grundlast des Verwaltungsgebäudes – etwa für Server, Heizungs- und Klimatechnik – für acht bis zehn Stunden außerhalb der regulären Dienstzeiten versorgen.


„Mit dieser Investition schaffen wir eine nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung für unsere Kreisverwaltung. Wir reduzieren ohne weiteren Flächenverbrauch dauerhaft unseren CO₂-Ausstoß, senken Energiekosten und stärken gleichzeitig unsere Unabhängigkeit von externen Energiequellen“, betonte die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland bei der Einweihung.
Um den selbst erzeugten Strom bestmöglich zu nutzen, wird der Fuhrpark der Kreisverwaltung in den kommenden Monaten schrittweise auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Dafür entstanden in den Garagen auf dem Gelände 13 AC-Ladepunkte für Dienstfahrzeuge sowie eine weitere Ladesäule und eine Schnellladestation für den internen Gebrauch.
Die Kombination aus Photovoltaik und Elektromobilität entfaltet eine beachtliche Wirkung: Durch die neue Solaranlage können jährlich rund 103 Tonnen CO₂ eingespart werden. Weitere etwa 50 Tonnen CO₂ werden durch den Umstieg von konventionellen Kraftstoffen auf Elektromobilität vermieden.
Die Photovoltaik-Anlage bildet das Herzstück der Maßnahmen des Westerwaldkreises im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation (KIPKI). Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt mit rund 2,3 Millionen Euro.
Gemeinsam mit den beteiligten Architekten, Ingenieuren und ausführenden Unternehmen, Vertretern der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz und des Westerwaldkreises sowie Mitgliedern des Kreistages und des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Energie und Umweltschutz wurde die Anlage offiziell eingeweiht. Die Umsetzung erfolgte in bemerkenswert kurzer Zeit, der Baubeginn war im September 2025. Die Besucher sowie Mitarbeitenden der Kreisverwaltung, der Polizei und des Finanzamtes profitieren bereits von den wieder vollständig nutzbaren und nun wettergeschützten Parkflächen.
Für die technische Infrastruktur wurden mehr als 15 Kilometer Last-, Schwachstrom- und Glasfaserkabel verlegt. Darüber hinaus wurde die bestehende Niederspannungshauptverteilung um ein Gebäude erweitert sowie zwei Container mit zusätzlichen Technikflächen für Batteriespeicher und E-Mobilität aufgestellt.
„Besonders freut mich, dass wir dieses anspruchsvolle Vorhaben gemeinsam mit Unternehmen aus der Region realisieren konnten. Das zeigt die Leistungsfähigkeit unserer heimischen Wirtschaft und die hohe Kompetenz der Fachbetriebe“, sagte Wieland abschließend und bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten.
Die Photovoltaik-Anlage auf dem Parkplatz ergänzt die bereits bestehenden zwei Anlagen der Kreisverwaltung, sodass insgesamt eine Leistung von bis zu 450 kW erzielt werden kann. (Kreisverwaltung Montabaur)

Kategorie: Bunte Meldungen
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