Mit einem ökumenischen Gottesdienst am Andachtsort auf der Montabaurer Höhe feierte das Netzwerk „WERT.VOLL.LEBEN – gemeinsam Verantwortung für die Zukunft übernehmen“ am Sonntag, 26. April 2026, bei strahlendem Sonnenschein sein fünfjähriges Bestehen. Zahlreiche Teilnehmende machten sich zu Fuß bei den Sternwanderungen von Horressen und Ransbach-Baumbach, mit dem Rad oder mit dem Auto auf den Weg zur Alarmstange, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu begehen.
Der Gottesdienst, der von Pastoralreferent Markus Neust, Regionalleitung Kerstin Hutya, Pfarrer Marcel Kehr, Margit Chiera und Diakon Markus Seibel gestaltet wurde, stand ganz im Zeichen von Verantwortung, Gemeinschaft und dem Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Kirchenchor Neuhäusel und Marco Leicher an der Trompete, die mit ihren Beiträgen den feierlichen Rahmen unterstrichen.
Im Mittelpunkt standen die Impulse der beteiligten Netzwerk- und Kooperationspartner. Unter dem Leitgedanken „WERT.VOLL.LEBEN bedeutet für uns …“ brachten Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Kommune und Naturschutz ihre Perspektiven ein. Mit symbolischen Gegenständen – von der Enzyklika „Laudato si’“ von Papst Franziskus über ein altes Telefon mit Wählscheibe, das für den Dialog miteinander steht, bis hin zu einem kleinen Vogelmodell als Zeichen für Klima- und Artenschutz – wurde deutlich, wie vielfältig und konkret das Engagement für eine nachhaltige Zukunft vor Ort gelebt wird. Dabei wurde auch der eindringliche Appell von Papst Franziskus und Bischof Georg Bätzing aufgegriffen, dass es „fünf vor zwölf“ sei und entschlossenes Handeln zum Schutz unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen jetzt notwendig ist, damit hoffentlich aus einem „Kipppunkt noch ein Wendepunkt werden kann“.
Das Netzwerk „WERT.VOLL.LEBEN“ versteht sich seit seiner Gründung im Jahr 2020 als offenes Dialogforum. Unter der Federführung des Erwachsenenbildungsausschusses der katholischen Pfarrei St. Peter Montabaur arbeiten hier verschiedene Akteure zusammen – darunter die genannte katholische Kirchengemeinde, die evangelische Gesamtkirchengemeinde Westerwald-Süd, die Stadt und Verbandsgemeinde Montabaur, Landesforsten sowie der NABU. Gemeinsam setzen sie sich für Themen wie Klimaschutz, Artenvielfalt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und globale Verantwortung ein. Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung stehen dabei im Mittelpunkt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Katholischen Region Westerwald/Rhein-Lahn, der Pfarrei St. Peter und Paul Kannenbäckerland und der Reihe „12 besondere Orte unserer Pfarrei“ durchgeführt.
Mit dem Jubiläum wurde zugleich an wichtige Meilensteine erinnert: die Gründung des Netzwerks im Jahr 2020, die Pflanzung des Zukunftswaldes im Jahr 2022 sowie die Einrichtung des ökumenischen Andachtsortes auf der Montabaurer Höhe. Dieser Ort ist inzwischen zu einem sichtbaren Zeichen für das gemeinsame Engagement geworden.
In der Dialogpredigt sowie in den Fürbitten, darunter das „Gebet für unsere Erde“ aus der Enzyklika, wurde die Verantwortung jedes Einzelnen für die Bewahrung der Schöpfung in den Blick genommen. Der Gottesdienst machte deutlich: Nachhaltigkeit und Glaube gehören zusammen und entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn Menschen gemeinsam handeln und miteinander etwas bewirken wollen.
Beim anschließenden Austausch klang der Nachmittag in gemeinschaftlicher Atmosphäre aus. Bei kleinen Speisen sowie Getränken kamen die Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch und ließen die Eindrücke der Feier nachwirken. Das Netzwerk „WERT.VOLL.LEBEN“ will auch in Zukunft Plattform für Begegnung, Dialog und konkretes Handeln bleiben – mit dem Ziel, Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft zu übernehmen. (St. Peter und Paul Montabaur)