Bereits zum dritten Mal steht Stefan Muth an der Spitze der Stadtverordnetenversammlung. Nun geht der 50-Jährige in seine dritte Wahlperiode als Stadtverordnetenvorsteher. In der konstituierenden Sitzung am Montag, 27. April, wählten ihn die 45 anwesenden Stadtverordneten einstimmig zum Vorsitzenden. Die Stadtverordnetenversammlung war in ihrer neuen Zusammensetzung zu ihrer ersten Sitzung im Sitzungssaal des Rathauses zusammengekommen.
Zur 20. Wahlperiode begrüßte Bürgermeister Dr. Marius Hahn insbesondere die neu gewählten Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung. Er gratulierte ihnen zur Wahl und wünschte ihnen viel Erfolg, Freude bei der Arbeit für die Stadt sowie eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen zu den zahlreichen wichtigen Themen.
„Das Wahlergebnis zeigt ein vielfältiges Meinungsbild. Es spiegelt unterschiedliche Perspektiven, Prioritäten und Erwartungen wider – genau das ist die Stärke unserer kommunalen Demokratie, die vom Dialog und vom Ringen um die besten Lösungen lebt sowie vom respektvollen Miteinander trotz unterschiedlicher Positionen“, führte Hahn aus.
Nachhaltige Stadtentwicklung, die Stärkung der lokalen Wirtschaft, die Sicherung einer leistungsfähigen Infrastruktur sowie solide Finanzen stehen in der Wahlperiode ebenso im Mittelpunkt wie der gesellschaftliche Zusammenhalt. Diesen gelte es zu stärken, betonte Hahn: „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass wir ihre Anliegen ernst nehmen, transparent handeln und verlässliche Entscheidungen treffen. Vertrauen entsteht nicht durch Worte allein, sondern durch verantwortungsvolles Handeln – Tag für Tag.“
Es gelte, Kompromisse im Sinne des Gemeinwohls zu finden.
Gemeinsam anpacken
Seit 1982 ist Paul-Josef Hagen ununterbrochen Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Ihm als längstem amtierendes Mitglied des Hauses war es vorbehalten, die Wahl des Stadtverordnetenvorstehers zu leiten.
Hagen nutzte die Gelegenheit, um deutlich zu machen, welches Glück es sei, in einem freien Land und in einer freien Demokratie leben zu dürfen. Viele Menschen auf dieser Welt könnten das nicht von sich behaupten. Sie seien der Willkür von Diktatoren und Despoten ausgesetzt, würden verfolgt und müssten um ihr Leben fürchten. Zugleich äußerte er die Sorge, dass manche Menschen in unserem Land dies vergäßen, nur klagten und unzufrieden seien.
„Sie haben sich entschieden, Verantwortung für Limburg und unser Gemeinwohl zu übernehmen – und das in Ihrer Freizeit. Lassen Sie uns die Arbeit, die vor uns liegt, gemeinsam anpacken“, lautete seine Appell an die Stadtverordneten, bevor er die Wahl des Vorstehers leitete.
Stefan Muth wurde von der CDU-Fraktion für das Amt vorgeschlagen. Gewählt wurde offen per Handzeichen, da es gegen diese Form der Abstimmung keinen Widerspruch gab. Alle 45 anwesenden Stadtverordneten stimmten für Stefan Muth.
Brücken bauen und zuhören
„Ich nehme die Wahl mit großer Dankbarkeit und Demut an und danke für den Vertrauensvorschuss“, sagte Muth unmittelbar nach seiner Wahl. Viele der Anwesenden kenne er seit Jahren, zugleich begrüße er neue Kolleginnen und Kollegen. „Die Mischung aus Erfahrung und Erneuerung ist eine große Chance für unsere Stadt“, so Muth.
Entscheidend sei, dass sich alle auf das Wesentliche konzentrierten: Das Wohl der Stadt. Es gelte zuzuhören, Brücken zu bauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Nur so würden die besten Entscheidungen für Limburg getroffen. Gerade bei den großen Zukunftsfragen, die die Stadt langfristig prägen, komme es darauf an, über politische Grenzen hinweg tragfähige Mehrheiten zu bilden, Muth zeigte sich überzeugt und zuversichtlich, dass dies der neu zusammengetretenen Stadtverordnetenversammlung gelingt. (Stadt Limburg)