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Immer wieder erreichen die Stadt Rückmeldungen über den Mängelmelder „Sag´s uns einfach“ (https://www.limburg.de/sagsunseinfach ) von Bürgerinnen und Bürgern über Hundekot an Wegesrändern, auf Wiesen und Gehwegen. Diese Verunreinigungen stellen nicht nur ein Ärgernis dar, sondern haben auch nachweislich negative Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität.
Dabei kann es für die Hundebesitzer teuer werden: Denn wer Hundekot nicht ordnungsgemäß in einem Abfallbehälter entsorgt oder öffentliche Flächen durch seinen Hund verunreinigen lässt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen.


Die Stadt stellt den Hundebesitzerinnen und Hundebesitzern im gesamten Stadtgebiet an 66 Standorten sogenannte Hundekotbeutelspender zur Verfügung. An diesen Standorten werden jährlich etwa 360.000 Kunststoffbeutel ausgegeben, die rund 4.000 Euro kosten.
„Der hohe Verbrauch an Kunststoff und die zunehmende Diskussion um Plastikabfälle erfordern ein Umdenken. Nicht selten werden benutzte Kotbeutel – anstatt ordnungsgemäß entsorgt zu werden – in angrenzenden Grünanlagen oder Feldern abgelegt“, erörtert Michael Stanke,1. Stadtrat die Herausforderung, einerseits Hundehaltern ein Behältnis zum Entfernen der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu bieten und andererseits den anschließenden Umgang mit dem Abfall bewältigen zu müssen.
Die Auswirkungen von Hundekot sind dabei keineswegs banal. Nach Angaben des Umweltbundesamtes kann Hundekot erhebliche Mengen an Nährstoffen und Keimen enthalten, die bei Auswaschung in Böden und Gewässer zur Belastung von Ökosystemen beitragen. Zudem weisen Fachinstitutionen wie das Robert Koch-Institut darauf hin, dass Hundekot Krankheitserreger und Parasiten enthalten kann, die insbesondere für Kinder ein Gesundheitsrisiko darstellen. Auch landwirtschaftliche Flächen und Gewässer können durch liegen gelassenen Kot beeinträchtigt werden.
Die Stadt hat in der Vergangenheit verschiedene Alternativen geprüft, darunter unterschiedliche Papierbeutel. Diese Versuche blieben jedoch ohne Erfolg: Reine Papierbeutel weichen schnell durch oder sind in der Handhabung unpraktisch. Papierbeutel mit Folienbeschichtung stellen ebenfalls keine nachhaltige Lösung dar, da sich die Materialien nicht trennen lassen und somit ebenfalls Kunststoffabfall erzeugen.
Allein die Menge der ausgegebenen Beutel verdeutlicht das Problem: Die Anlieferung einer Palette neuer Beutel entspricht einem erheblichen Volumen an Kunststoff – ein Teil davon findet sich leider später in der Natur wieder. Beutelspender werden regelmäßig mit 100 neuen Beuteln befüllt und sind teils bereits nach kurzer Zeit vollständig geleert.
Positiv hervorzuheben ist, dass es auch viele verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger gibt, die eigene Lösungen mitbringen – etwa gebrauchte Brötchentüten, kleine Behälter oder Schaufeln. Dieses Verhalten ist vorbildlich und im Alltag ein praktikabler, umweltfreundlicher Weg.
Die Stadt appelliert daher eindringlich an alle Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer: Bitte übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Tiere, für Mitmenschen und für die Umwelt. Hundekot gehört aufgenommen und ordnungsgemäß im Restmüll entsorgt. (Stadt Limburg) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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