19 Prozent mehr Staustunden als im Vorjahr / Juli und Oktober besonders staureich
Die Stausituation auf den Autobahnen in Rheinland-Pfalz hat sich im Jahr 2025 spürbar verschärft. Während die Zahl der registrierten Staus bundesweit zurückging, mussten Autofahrer in Rheinland-Pfalz deutlich mehr Zeit im Stau verbringen: Die Staustunden stiegen hier im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent.
Bundesweit lag die Zahl der Staus bei rund 496.000 (2024: 516.000). Gleichzeitig stiegen die Staustunden um rund sieben Prozent auf insgesamt 478.000 (2024: 448.000). Auch die Gesamtlänge der Staus nahm mit 866.000 Kilometern leicht zu (2024: 859.000 Kilometer). Rheinland-Pfalz gehört dabei zu den Bundesländern mit den stärksten prozentualen Zuwächsen bei den Staustunden. Hier standen die Verkehrsteilnehmer 19.525 Stunden im Stau. Besonders betroffen war die A61, Koblenz in Richtung Ludwigshafen, zwischen den Anschlussstellen Laudert und Autobahndreieck Nahetal mit 753 Stunden.
Ein Blick auf den Jahresverlauf zeigt auch in Rheinland-Pfalz deutliche saisonale Unterschiede. Während der Januar mit vergleichsweise wenig Staubelastung begann, verdoppelte sich die Zahl der Staustunden im Juli nahezu. Damit war der Juli auch in Rheinland-Pfalz der staureichste Monat des Jahres, gefolgt vom Oktober.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Staukilometern: Nach einem noch moderaten Jahresstart sorgten insbesondere die Monate von April bis November für durchgehend hohe Belastungen auf den Autobahnen des Landes. Wie bereits in den Vorjahren zeigte sich im Wochenverlauf ein klares Muster: Die meisten Staustunden fielen auf Mittwoch und Donnerstag. Deutlich ruhiger war es montags und freitags, das geringste Stauaufkommen gab es an den Wochenenden. Besonders staureiche Tage waren unter anderem der 9. Januar infolge eines Wintereinbruchs, der 28. Mai (Tag vor Christi Himmelfahrt) sowie der 2. Oktober (Tag vor dem Tag der Deutschen Einheit). Der längste Stau in Rheinland-Pfalz wurde am 18. Juni auf der A3, Frankfurt in Richtung Köln, zwischen den Anschlussstellen Idstein und Autobahndreieck Dernbach mit 23 Kilometern registriert.
„Der prozentuale Anstieg der Staustunden um 19 Prozent in Rheinland-Pfalz zeigt deutlich, dass sich die Verkehrssituation auch in unserem Bundesland spürbar verschärft hat. Gründe dafür sind ein weiter wachsendes Verkehrsaufkommen sowie zahlreiche Baustellen auf hoch belasteten Strecken. Für das Jahr 2026 ist davon auszugehen, dass die Verkehrsbeeinträchtigungen weiter zunehmen werden. Neben dem steigenden Verkehr spielen vor allem die dringend notwendigen Baumaßnahmen zur Modernisierung vieler maroder Autobahnbrücken eine zentrale Rolle. Diese Maßnahmen führen zwangsläufig zu zusätzlichen Behinderungen, sind jedoch alternativlos, um das Autobahnnetz langfristig leistungsfähig und zukunftssicher zu machen“, sagt Christian Schmidt, Leiter Mobilität und Umwelt beim ADAC in Rheinland-Pfalz. (ADAC Mittelrhein)