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Interkommunale Zusammenarbeit als strategischen Vorteil sehen

Die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder hatte die Kommunen im Land zum „Kommunale Klimaforum“ nach Koblenz eingeladen. Im Mittelpunkt stand der Austausch darüber, wie Klimaschutz und Klimaanpassung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung verankert und vor Ort effizient umgesetzt werden können. „Die Kommunen haben eine Schlüsselrolle im Klimaschutz, denn sie sind die Orte, an denen die Maßnahmen umgesetzt und konkret für die Menschen sichtbar werden“, sagte sie zur Begrüßung.

Aus der Verbandsgemeinde (VG) Montabaur nahmen Klimaschutzmanager Max Weber und Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich teil. Dieser hielt vor dem Plenum einen vielbeachteten Vortrag zur interkommunalen Zusammenarbeit und gab Beispiele aus der Praxis. So arbeitet die VG im Bereich Umwelt- und Klimaschutz bei der Wasserversorgung, beim Ausbau erneuerbarer Energien, beim Einkauf von Strom- und Gas, in der Hochwasservorsorge und in der kommunalen Wärmeplanung mit den Nachbargemeinden zusammen. „Unsere Gebietsgrenzen stehen in keinem Zusammenhang zu den natürlichen Lebensgrundlagen und zu den Lebensweisen der Menschen“, so Bürgermeister Richter-Hopprich fest. Viele Herausforderungen – von Starkregenvorsorge über Energieprojekte bis hin zu gemeinsamen Förderanträgen – lassen sich effizienter und wirkungsvoller im Verbund bewältigen. „Kooperation ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein strategischer Vorteil. Gemeinsam können wir schneller, kosteneffizienter und resilienter handeln – für alle“, stellte der Bürgermeister fest. Außer beim Klimaschutz arbeitet die VG Montabaur auch im Tourismus, bei der Digitalisierung, in der Öffentlichkeitsarbeit, beim Ordnungsrecht, in der Holzvermarktung und bei vielen weiteren Aufgaben mit anderen Verbandsgemeinden zusammen und ist Mitglied in kommunalen Zusammenschlüssen wie der Regiopole Mittelrhein. (VG Montabaur) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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