Drucken

TONJUWELEN II im Keramikmuseum Westerwald Acht Künstler und Künstlerinnen zeigen im Keramikmuseum Westerwald Keramiken der Spitzenklasse: Sigrid Hilpert-Artes, Jimmy Clark, Karl Fulle, Angela Klärner, Guido von Martens, Martin Möhwald, Judith Püschel, Antje Scharfe

In Kooperation mit dem Märkischen Künstlerhof in Brieselang konnte diese Ausstellung, die dort in ähnlicher Form bereits im Mai 2012 unter dem Titel TONJUWELEN I zu sehen war, jetzt in den Westerwald kommen. Die Werke, die hier unter dem Titel TONJUWELEN II nach Höhr-Grenzhausen in das Keramikmuseum geholt wurden, zeigen Arbeiten international bekannter Künstlerpersönlichkeiten.
Eröffnung: SONNTAG - 14. Februar 2016 - 11:30 Uhr im KMW Grußwort Michael Thiesen, Bürgermeister der Stadt Höhr-Grenzhausen Einführung: Guido von Martens, Märkischer Künstlerhof, Brieselang
„Tonjuwelen“ nennen Guido und Renée Dressler von Martens diese Ausstellung und präsentieren acht herausragende Keramiker und Keramikerinnen aus den USA und Deutschland in beeindruckender Qualität, viele unterrichten und alle sind weit über deutsche Grenzen hinaus bekannt!

Antje Scharfe, die lange Zeit Leiterin der Keramik auf der Burg Giebichenstein war und Martin Möhwald waren mit in der Gruppe Deutscher Keramikkünstler, die nach Fuping in China kuratiert wurden. Ihrer beider Kontakte in die USA bringen die Verbindung zu Angela Klärner und Jimmy Clark, der im Keramikmuseum Westerwald bereits viele Vorträge und Profiworkshops gegeben hat. Die Künstlergruppe kennt sich schon seit Jahrzehnten. Sie entstammen den bedeutenden Schulen von Hedwig Bollhagen in Marwitz und Gertraud Möhwald auf Burg Griebenstein. Freundschaftliche Kontakte und gemeinsame keramisch-künstlerische Ausstellungsprojekte halten den Verbund der Beteiligten seit Jahren.

Martin Möhwald zeigt dünnwandige Kannen, Schalen und Vasen, die komplex aus antiken Scherben zusammengesetzt scheinen und mit filigraner Graphik und/oder Schrift faszinieren.
Jimmy Clark arbeitet im „Pinching“, formt mit der Hand und brennt in Sägemehl, mit dem Ergebnis dunkler, rauchig ineinander verlaufender Feuerspuren.
Dunkle Farben herrschen auch bei den Schalen und Gefäßen von Guido von Martens vor. Aus Schwarz-Ton geschaffen oder im Schwarzbrand gefärbt, wirken sie kraftvoll und gleichzeitig elegant. Und sie überraschen durch ihr unerwartet geringes Gewicht.

Bunt und verspielt sind die Werke von Judith Püschel. Geweihe ein Trommelrevolver, Bojen, eine Handtasche und andere Motive haben die Künstler zu phantasievollen Plastiken und Gefäßen inspiriert, die sie farbig auch mit Gold und Silber akzentuiert.Bei Karl Fulle dominieren barocke Formen. Zartfarbige Wellenformen seiner großen Plastiken scheinen Meereswogen zu zitieren, sind aber reine Phantasiegebilde.
Angela Klärner verwendet wabenartig fein strukturierte, technische Porzellankörper, deren Formen und Farben sie variiert oder mit klassischen Porzellangefäßen kombiniert. Das führt zu reizvollen Gegenständen und sehr interessanten Objekten.

Sigrid Hilpert-Artes zeigt Skulpturen - Kopfformen – bildhauerisches Oevre vom Feinsten!
Die Ausstellung im Keramikmuseum ist beispielhaft dafür, bei Fachleuten wie nicht keramisch interessierten Gästen Erstaunen zu wecken und thematisiert die professionelle Arbeit von acht Künstlern und Künstlerinnen ebenso wie die unendliche Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten in Keramik.
Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 3. April 2016

Kategorie: Veranstaltungen, Kunst und Kultur
Zugriffe: 14444