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„Weilerbach ist ein Ort, der in besonderer Weise für die enge Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und den US-Streitkräften steht. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich mir heute ein eigenes Bild vom voranschreitenden Stand der Bauarbeiten machen und mich mit den Verantwortlichen austauschen kann“, sagte Ministerpräsident Alexander beim Besuch des Bundesbauprojektes US-Militär-Hospital in Weilerbach. Bei seinem Rundgang über das Baugelände wurde der Ministerpräsident von Brigadegeneral Roger Giraud, Medical Readiness Command Europe der US-Streitkräfte sowie Vertretern vom Amt für Bundesbau Rheinland-Pfalz (ABB) und dem ausführenden Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) begleitet. Auf der 190.000 Quadratmeter großen Fläche in unmittelbarer Nähe zur US Ramstein Air Base entsteht das größte und modernste US-Militärkrankenhaus außerhalb der USA, das das Militär-Hospital in Landstuhl ablösen wird.

„Als bedeutender US-Militärstandort verstehen wir uns in Rheinland-Pfalz als verlässlicher Partner, das zeigt sich auch hier in Weilerbach“, bekräftigte der Ministerpräsident. Das Land unterstütze dieses Megaprojekt nach besten Kräften, etwa durch Fachpersonal, in der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit und bei der Infrastruktur. Die aktuellen Herausforderungen erforderten neben den modernsten Technologien und hoher Flexibilität enge Abstimmungen zwischen allen Ebenen.

„Das neue Militär-Hospital steht für die beste medizinische Versorgung und für die Fürsorge um die Gesundheit der Armee-Angehörigen, die unter Einsatz ihres Lebens unsere gemeinsamen Werte wie Frieden, Freiheit und Demokratie verteidigen“, so Ministerpräsident Alexander Schweitzer weiter. Die persönlichen Eindrücke von diesem Besuch werde er auf seine bevorstehende Delegationsreise nach Washington, D.C. vom 27. September bis 1. Oktober 2025 mitnehmen. „Die Gespräche auf politischer Ebene in Kongress und Regierung mit unseren amerikanischen Partnern werden wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit mit sich bringen“, sagte der Ministerpräsident. Er dankte allen Beteiligten, insbesondere den US-Streitkräften, den Planungs-, Bau- und Aufsichtsbehörden LBB und ABB, aber auch den kommunalen Akteuren und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern in der Region, für ihr Engagement, ihre Unterstützung und ihre Offenheit für das Projekt.

Holger Basten, Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB): „Der Neubau des größten US-Militärkrankenhauses außerhalb der Vereinigten Staaten ist eine weltweit einzigartige Bauaufgabe. Der Landesbetrieb LBB ist stolz darauf, dieses Projekt in enger und guter Zusammenarbeit mit seinen Partnern von den US-Gaststreitkräften, dem Amt für Bundesbau Rheinland-Pfalz und seinen Auftragnehmern aus der Planungs- und Bauwirtwirtschaft realisieren zu dürfen. In unserer eigens dafür gegründeten Niederlassung Weilerbach arbeiten rund 40 Kolleginnen und Kollegen tagtäglich mit hohem Einsatz für das Ziel, dass hier im Jahr 2029 die ersten Patientinnen und Patienten behandelt werden können.“

Das US-Klinikum Weilerbach ist eines der größten bilateralen Bauprojekte Deutschlands und entsteht im Auftrag der US-Streitkräfte zur medizinischen Versorgung von Soldatinnen, Soldaten und deren Angehörigen in Europa. Der Komplex umfasst modernste medizinische Einrichtungen, Labore, Technikzentralen sowie mehrere Funktions- und Nebengebäude. Das Kostenvolumen von voraussichtlich 1,59 Milliarden US-Dollar trägt zum allergrößten Teil die US-Army. Der Bund beteiligt sich mit ca. 266 Millionen Euro an den Kosten vor allem für Planung und Bauaufsicht. Die Bauherrenaufgaben für die Realisierung des Projekts führt Rheinland-Pfalz „in Organleihe“ für den Bund mit seinem Personal durch: zum einen über den Landesbetrieb LBB (Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung) mit seiner Niederlassung Weilerbach und zum anderen über das ABB (Amt für Bundesbau) in Mainz mit der Fachaufsicht über die Baustelle. Die Planungen wurden 2010 begonnen und die Infrastrukturmaßnahmen 2022 abgeschlossen. Der Rohbau wurde im Oktober 2024 fertig gestellt, der Innenausbau mit Einbringung der Einrichtung und der medizinischen Geräte soll bis zum Bezug in 2029 („First Patient Day“) abgeschlossen sein. (Staatskanzlei Mainz) 

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